Enzyklika Fratelli tutti, ein Zitat des heiligen Franz von Assisi, der sich damit an seine Brüder wandte. Papst Franziskus versteht sie anders.
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Fratelli tutti – Alle Brüder?

Von Rober­to de Mattei* Die drit­te Enzy­kli­ka von Papst Fran­zis­kus, „Fra­tel­li tut­ti“ (Alle Brü­der), die am 3. Okto­ber in Assi­si unter­zeich­net wur­de, scheint fast das Schluß­do­ku­ment sei­nes Pon­ti­fi­kats zu sein, eine Art poli­ti­sches Testa­ment. Denn die Enzy­kli­ka ist poli­tisch, so wie das gesam­te Pon­ti­fi­kat von Papst Fran­zis­kus.

Apokalyptische Reiter, Fresko von Giusto de' Menabuoi im Baptiserium der Bischofskirche von Padua.
Hintergrund

Wenn die Kirche Maske trägt

Ein Zwi­schen­ruf von Giu­sep­pe Nar­di (Rom) Wäh­rend Regie­run­gen ihre Völ­ker auf immer neue Ein­schrän­kun­gen zur „Ein­däm­mung“ des Coro­na­vi­rus ein­stim­men, einen nicht mehr enden­den Aus­nah­me­zu­stand in Aus­sicht stel­len und Paris vor dem zwei­ten „Lock­down“ steht, erwei­sen sich auch die Bischö­fe als ideen­rei­che Coro­­na-Pro­­­phe­­ten. Einen Kon­tra­punkt wis­sen sie aller­dings nicht zu set­zen, zumal Papst Fran­zis­kus mit einer

Genderideologie

„Dem Herrn treu bleiben“

Lie­be Brü­der und Schwe­stern, der Pro­phet Eli­ja ist gewiss eine der impo­san­te­sten Gestal­ten in der Hei­li­gen Schrift. Sei­ne Wir­kung geht über die Gren­zen sei­ner Zeit hin­aus; wir tref­fen ihn auch im Evan­ge­li­um an, bei­spiels­wei­se bei der Ver­klä­rung des Herrn. Die beson­de­re Stel­lung von Eli­ja kommt in sei­nem Glau­ben und in sei­nem Gebets­le­ben zum Aus­druck, die

Fahne des Malteserordens auf dem Palast des Großmeisters in Rom.
Hintergrund

Wer wird Nachfolger Beccius beim Malteserorden?

(Rom) Nach der Ent­las­sung von Kar­di­nal Becciu aus allen sei­nen Ämtern wird Msgr. Sil­va­no Maria Toma­si als sein mög­li­cher Nach­fol­ger als Päpst­li­cher Dele­gat beim Sou­ve­rä­nen Mal­te­ser­or­den genannt. Wird damit der Bock zum Gärt­ner gemacht, wie der Vati­ka­nist Mar­co Tosat­ti warnt?

Bischof Vincent Guo Xijin erklärte zwei Jahre nach Unterzeichnung des Geheimabkommens zwischen dem Vatikan und Peking seinen Rücktritt und zog sich von Öffentlichkeit zurück in ein Leben des Gebets.
Christenverfolgung

Der Bischof, der den Kommunisten trotzte, aber am Papst zerbrochen ist

(Rom/Peking) Der Hei­li­ge Stuhl lie­fer­te dem kom­mu­ni­sti­schen Regime in Peking den Kopf von Bischof Vin­cent Guo Xijin auf dem Sil­ber­tel­ler. Die For­mu­lie­rung ist nicht wört­lich im Sin­ne von Johan­nes dem Täu­fer zu neh­men, aber doch sehr real. Der rom­treue Bischof Guo Xijin warf am ver­gan­ge­nen Sonn­tag end­gül­tig das Hand­tuch und ist zurück­ge­tre­ten. Er gab bekannt,

Kardinal George Pell mit seinem Anwalt Robert Ritcher
Nachrichten

Rechtsanwalt fordert Ermittlungen über „ein Komplott“ gegen Kardinal Pell

(Rom) Der Rechts­bei­stand von Kar­di­nal Geor­ge Pell for­dert eine „inter­na­tio­na­le Unter­su­chung über ein Kom­plott“ gegen sei­nen Man­dan­ten. Damit reagier­te Robert Rit­cher, der Kar­di­nal Pell bereits vor Gericht ver­tei­digt hat­te, auf die jüng­sten Ent­hül­lun­gen, daß die Anklä­ger, die dem Kar­di­nal sexu­el­len Miß­brauch Min­der­jäh­ri­ger vor­ge­wor­fen und ihn damit vor Gericht gebracht hat­ten, von Kar­di­nal Ange­lo Becciu dafür

Don Nicola Bux: Die Kirche hat ihre eigene Sprache und sollte sich nicht der politischen Sprache der Welt bedienen.
Hintergrund

Von einer „armen Kirche für die Armen“ hat der heilige Franz von Assisi nie gesprochen

(Rom) Hef­ti­ge Vor­wür­fe gegen Papst Fran­zis­kus kom­men von Don Nico­la Bux, einem inter­na­tio­nal renom­mier­ten Lit­ur­gi­ker und per­sön­li­chen Freund von Bene­dikt XVI. Papst Fran­zis­kus müs­se von den Finanz­ope­ra­tio­nen von Kar­di­nal Becciu gewußt haben, weil es undenk­bar sei, daß das vati­ka­ni­sche Staats­se­kre­ta­ri­at wich­ti­ge Trans­ak­tio­nen ohne Wis­sen des Pap­stes durch­ge­führt habe. Don Bux geht noch wei­ter: Die von

Ließ Kardinal Angelo Becciu falsche Beweise fabrizieren, um Kardinal George Pell auszuschalten?
Nachrichten

Waren Anschuldigungen gegen Kardinal Pell gekauft?

(Rom) In den Ermitt­lungs­ak­ten von Kar­di­nal Ange­lo Beccciu ist eine Zah­lung von 700.000 Euro auf­ge­taucht. Das Geld sei an jene austra­li­schen Anklä­ger geflos­sen, die Kar­di­nal Geor­ge Pell, damals Prä­fekt des vati­ka­ni­schen Wirt­schafts­se­kre­ta­ri­ats und Mit­glied des C9-Kar­­di­­nal­­s­­rats, des sexu­el­len Miß­brauchs Min­der­jäh­ri­ger beschul­dig­ten und damit vor Gericht brach­ten.

Alle Brüder: Die neue Enzyklika erinnert mehr an ein politisches Manifest.
Nachrichten

Papst reicht dem Islam und den Migranten die Hand und knüppelt den Kapitalismus und den (Rechts-)Populismus

(Rom) Auf dem Altar am Grab des hei­li­gen Franz von Assi­si unter­zeich­ne­te Papst Fran­zis­kus am ver­gan­ge­nen Sams­tag, dem 3. Okto­ber, sei­ne drit­te (zwei­te) Enzy­kli­ka Fra­tres Omnes oder Fra­tel­li tut­ti. Zwei Aspek­te, auf die vor einer genau­en Ana­ly­se des umfang­rei­chen Doku­ments zu ver­wei­sen ist: Alle Brü­der – Fra­tel­li tut­ti (Omnes fra­tres)