Deutsche Bischöfe proben den Aufstand und wollen den Papst erpressen

Deutsche Bischöfe proben den AufstandGast­kom­men­tar von Win­fried Boni­fa­ti­us

(Stutt­gart) Anpas­sungs­druck durch eine stark ent­christ­lich­te Gesell­schaft; poli­ti­sche Erpres­sung durch die Lan­des­re­gie­run­gen bei Unbot­mä­ßig­keit den Geld­hahn für katho­li­sche Kran­ken­häu­ser und Ein­rich­tun­gen abzu­dre­hen (die Pil­le-danach-Ent­schei­dung von Köln, nach­dem die grü­ne Gesund­heits­mi­ni­ste­rin mit der Rute fuch­tel­te, ist in guter Erin­ne­rung); ein Lai­en­ap­pa­rat im kirch­li­chen Dienst, der nach 50 Jah­ren Kon­zils­ju­bel nicht sel­ten bis in die Kno­chen pro­te­stan­ti­siert ist; ein Teil des Kle­rus, der nach Jahr­zehn­ten des Angriffs auf das sakra­men­ta­le Prie­ster­tum resi­gniert ver­sucht, mög­lichst unsicht­bar im „all­ge­mei­nen“ Prie­ster­tum der Getauf­ten auf­zu­ge­hen; fru­strier­te glau­bens­treue Katho­li­ken, Prie­ster und Ordens­leu­te, die es leid sind, stief­müt­ter­lich behan­delt oder aus­ge­grenzt zu wer­den, weil sie die Bischö­fe und Ordi­na­ria­te dabei stö­ren, sich ein welt­kom­pa­ti­bles Aus­se­hen zu geben.

Ein klei­ner, ehr­lich beant­wor­te­ter Glau­bens­test unter ton­an­ge­ben­den Prie­stern, haupt­amt­li­chen Kir­chen­an­ge­stell­ten, Pfarr­ge­mein­de­rä­ten und Ver­bands­ka­tho­li­ken wür­de wohl ein erschrecken­des Bild zuta­ge för­dern. Bischö­fe übri­gens nicht aus­ge­nom­men. Unter sol­chen Vor­aus­set­zun­gen kann es nicht wun­dern, wenn die katho­li­sche Kir­che kaum mehr Kraft hat, in die Gesell­schaft der deutsch­spra­chi­gen Län­der hin­ein­zu­wir­ken, ihr Erschei­nungs­bild ver­zerrt ist und die katho­li­sche Leh­re durch Viel­stim­mig­keit mehr ver­stört als anzieht. Die Ent­christ­li­chung folgt dabei kei­nem Natur­ge­setz. Sie hat Ursa­chen, einen Ursprung und histo­risch nach­zei­chen­ba­re Ent­wick­lungs­strän­ge. Viel dar­an ist kirch­lich mit­ver­schul­det durch die irri­ge The­se, die Viel­falt der Gesell­schaft in der Kir­che wider­spie­geln zu müs­sen, statt als Kir­che ein homo­ge­ner, glau­bens­fe­ster und ent­schie­de­ner Fak­tor in der Gesell­schaft zu sein. So oder ähn­lich stellt sich die Lage der Kir­che in deut­schen Lan­den dar, einer Kir­che, die in einem ver­krampf­ten Posi­tiv­sprech alles „mit Freu­de“ auf­nimmt und in allem „eine Chan­ce“ zu sehen vor­gibt, und sei es etwas noch so kir­chen­fer­nes.

Rom ohne Armeen, aber mit sechs Milliarden Euro belagern

Und wen wun­dert es da, daß deut­sche Bischö­fe den offe­nen Auf­stand pro­ben. Sie tun es zum The­ma der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen und zwar laut­stark gegen ihren ehe­ma­li­gen Mit­bru­der, den ein­sti­gen Regens­bur­ger Bischof und nun­meh­ri­gen Glau­bens­prä­fek­ten in Rom, Erz­bi­schof Ger­hard Lud­wig Mül­ler. Gemocht hat­ten ihn die nun­meh­ri­gen Rebel­len ja ohne­hin nicht beson­ders. Die Rebel­li­on rich­tet sich in Wirk­lich­keit aber gegen den Papst als Stell­ver­tre­ter Chri­sti, die kirch­li­che Leh­re und Ord­nung.

Den deut­schen Bischö­fen sind die Arme­en längst abhan­den gekom­men, aber sie kön­nen mit einer prall­ge­füll­ten Brief­ta­sche (6 Mil­li­ar­den Euro an Kir­chen­steu­er 2012) vor die Tore Roms zie­hen, um Kurie und Papst zu erpres­sen. Viel­leicht auch mit einer klei­nen Schis­ma-Dro­hung im Gepäck? Tat­säch­lich haben sie das im Klei­nen schon getan. Dar­in hat auch ein öster­rei­chi­scher Erz­bi­schof und Kar­di­nal eine gewis­se Erfah­rung. Mit Rebel­li­on haben die Bischö­fe im deut­schen Sprach­raum so ihre Kennt­nis. Die König­stei­ner, Maria­tro­ster (Öster­reich) und Solo­thur­ner Erklä­run­gen (Schweiz) las­sen grü­ßen. Ein Unge­hor­sam, der bis heu­te nicht über­wun­den wur­de und sei­ne zer­set­zen­den Blü­ten treibt. Wohl auch des­halb geben sich die Bischö­fe so hand­zahm gegen­über den unge­hor­sa­men Prie­stern um den ehe­ma­li­gen Mon­si­gno­re Hel­mut Schül­ler.

Entweltlichungsforderung Benedikts XVI. bedeutete den Bruch

Es bedurf­te nicht des Medi­en­lieb­lings Fran­zis­kus, um von einem Papst zur Armut gemahnt zu wer­den, wenn auch das medi­al geschän­de­te Gedächt­nis den Mas­sen einen sol­chen Ein­druck ver­mit­telt. Die dra­ma­ti­sche Auf­for­de­rung von Papst Bene­dikt XVI. im Frei­bur­ger Kon­zert­haus vom Sep­tem­ber 2011, die deut­sche Kir­che sol­le sich ent­welt­li­chen, kennt in der neue­ren Kir­chen­ge­schich­te nichts Ver­gleich­ba­res. Doch der deut­sche Kir­chen­ap­pa­rat ver­wei­ger­te sich, erstick­te sofort jede Dis­kus­si­on und ein Gut­teil der Bischö­fe brach, wenn nicht offen, so doch hin­ter den Kulis­sen end­gül­tig mit dem Papst. Man hat­te ihn ohne­hin mehr gedul­det als geliebt, solan­ge er sich nicht zu sehr in deut­sche Ange­le­gen­hei­ten ein­misch­te. Letzt­lich aber war er der Anbie­de­rung an das bun­des­re­pu­bli­ka­ni­sche Gesell­schafts­kar­tell im Weg.

Neuer Papst, neuer Versuch

Die Erpres­sung Bene­dikts XVI. in der Fra­ge der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen wäre zum Rohr­kre­pie­rer gewor­den. Das wuß­te auch Kar­di­nal Leh­mann. Bei Papst Fran­zis­kus, dem leicht­fü­ßi­ge­ren Latein­ame­ri­ka­ner, dem durch sei­ne roma­ni­sche Her­kunft der deut­sche Dog­ma­tis­mus zu feh­len scheint, macht man sich mehr Hoff­nun­gen. Und man ist bereit, hin­ter der medi­al gesäu­sel­ten Begei­ste­rung, dem Argen­ti­ni­er mit Zucker­brot und Peit­sche zuzu­set­zen, wie die erbo­sten Reak­tio­nen auf die Bekräf­ti­gung der katho­li­schen Leh­re in Sachen Ehe­sa­kra­ment durch Erz­bi­schof Mül­ler zei­gen. Die sprich­wört­li­che Scheck­buch­po­li­tik der deut­schen Bun­des­re­gie­rung hat ihre Par­al­le­le auch in der deut­schen Kir­che. Und das lei­der kei­nes­wegs immer zum Vor­teil der Kir­che. Die Rhei­ni­sche Alli­anz, die beim Kon­zil das Heft des Han­delns an sich riß, wuß­te damit schon damals in der Drit­ten Welt Stim­men ein­zu­sam­meln.

Es zeich­net sich ab, daß im bedroh­lich her­auf­zie­hen­den Tau­zie­hen viel von den Mit­ar­bei­tern abhän­gen wird, die den Papst umge­ben. Der Römi­sche Kurie, die man­che resi­die­ren­den Bischö­fe so ger­ne zer­schla­gen oder zumin­dest schwä­chen möch­ten, hat noch wich­ti­ge Auf­ga­ben zu erfül­len. Papst Fran­zis­kus hat sich in den ver­gan­ge­nen Mona­ten durch man­chen Über­ei­fer und etwas wenig Sinn für die Bedeu­tung und die Dimen­si­on des Papst­am­tes eini­gen Gefah­ren aus­ge­setzt. Er hat Türen auf­ge­sto­ßen, die mit gutem Grund ver­schlos­sen waren. Durch die­se Türen ver­su­chen nun auch deut­sche Bischö­fe mit ihrem For­de­rungs­ka­ta­log nach einer Kir­che Light ein­zu­drin­gen. Papst Fran­zis­kus scheint nicht bera­tungs­re­si­stent, wes­halb die Hoff­nung besteht, daß er den rich­ti­gen Bera­tern sein Ohr schenkt, wie es in den ver­gan­ge­nen Wochen der Fall war. Ob es sich dabei nur um eine Wel­len­be­we­gung han­del­te, die Ebbe und Flut kennt, muß sich erst noch zei­gen.

Viel wird von den Papstmitarbeitern abhängen, mehr noch von den Betern

Fran­zis­kus mag sich man­cher Gefah­ren nicht bewußt gewe­sen sein. Es wird aller­dings Zeit, daß er sich ihrer bewußt wird. Das Rumo­ren unter Deutsch­lands Bischö­fen wird ihm hof­fent­lich zu Ohren gebracht wer­den. Bleibt zu hof­fen, daß sich bes­se­re Rat­ge­ber fin­den als jene, die ihm im ver­gan­ge­nen Som­mer mein­ten, die bei­den Scal­fa­ri-Arti­kel mit Fra­gen vor­le­gen und einen „Dia­log“ mit dem athe­isti­schen Kir­chen­geg­ner emp­feh­len zu müs­sen. Ein „Dia­log“, der zwar viel frucht­lo­sen Applaus geern­tet, aber sub­stan­ti­ell reich­lich Ver­wir­rung gestif­tet hat.

Der Papst wird mit dem los­bre­chen­den Ansturm auf­müp­fi­ger deut­scher Bischö­fe wie Rein­hard Kar­di­nal Marx (Mün­chen-Frei­sing), der tra­gi­scher­wei­se auch Mit­glied im C8-Kar­di­nal­s­rat ist, oder der Bischö­fe Ste­phan Acker­mann (Trier) und Geb­hard Fürst (Rot­ten­burg-Stutt­gart), um nur eini­ge zu nen­nen, eini­ges zu tun haben. Ob und wie es ihm gelin­gen wird, die Absicht die­ser Fron­de abzu­weh­ren und die katho­li­sche Glau­bens­leh­re unver­sehrt zu bewah­ren, wird dar­über ent­schei­den, wie er in die Kir­chen­ge­schich­te ein­ge­hen wird. Die miß­ach­te­ten und geschun­de­nen glau­bens­treu­en Katho­li­ken soll­ten sich schon mal bereit­hal­ten. Sie wer­den stark gefor­dert sein, vor allem durch Gebet, Süh­ne und Opfer, aber auch durch ihre Stim­me an die Welt an die­sem Rin­gen mit­zu­wir­ken, abzu­weh­ren und die Kir­che zu ver­tei­di­gen.

Bild: Papa Bene­det­to

12 Kommentare

  1. Es ist nur zu hof­fen das man nun auch end­lich im Vati­kan erkennt, das sich die über den Moder­nen Ablass­han­del namens „Zwangs­kir­chen­steu­er) finan­zie­ren­den „Kör­per­schaf­ten öffent­li­chen Rechts katho­li­sche Kir­che des deutsch­spra­chi­gen Rau­mes“ schon lan­ge gei­stig im Schis­ma befin­den und aus die­sen so schnell als mög­lich ein „kör­per­li­ches Schis­ma “ wird, damit end­lich die Spreu vom Wei­zen getrennt und so noch so vie­le See­len wie mög­lich geret­tet wer­den kön­nen.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen.

    • Das stimmt doch ein­fach nicht ! Die Kir­chen­steu­er ist eine Form der Erhe­bung des „Mit­glieds­bei­trags“ für die Kir­che. Sie ist zudem gerecht, da sie sich nach dem Ein­kom­men bemißt. Im Übri­gen bedie­nen sich nicht nur Kir­chen die­ser Erhe­bungs­form. Wer kei­ne Bei­trä­ge zahlt, ist auch bei Gemein­schaf­ten, die kei­ne Kir­chen­steu­er erhe­ben, bald drau­ßen. Dort wer­den die Bei­trä­ge von der jewei­li­gen Kirche/Gemeinschaft selbst erho­ben. Dies ist im ergeb­nis auf­wän­di­ger ! Mit Schis­ma hat das rein gar nichts zu tun.

      • Ralph: Dann lesen sie bit­te ein­mal die­ses Doku­ment das sei­ne Hei­lig­keit Papst Bene­dikt XVI appro­biert hat:
        http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/intrptxt/documents/rc_pc_intrptxt_doc_20060313_actus-formalis_ge.html

        Und nur Sek­ten und Ver­ei­ne ver­lan­gen Mit­glieds­bei­trä­ge, und sei­ne Hei­lig­keit Papst Bene­dikt hat im obi­gen Doku­ment klipp und klar geschrie­ben das eine „KEINE FINANZIELLE HÄRESIE GIBT“ . Und vor allem ist der moder­ne Ablass­han­del im Form der „Zwangs­kir­chen­steu­er“ also „KEIN GELD, KEINE HEILIGEN SARKAMENTE und auch KEINEN KIRCHLICHEN BERUF“ ja schon als Erpres­sung und Simo­nie zu bezeich­nen. Und kön­nen sie mir sagen in wie vie­len Län­dern die­ser „Mit­glieds­bei­trag“ von der Kir­che ein­ge­ho­ben wird? Also steht die­se klar im Wider­spruch zur EINHEIT der Kir­che.

        Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

        • Dabei fällt mir das Bei­spiel der armen Wit­we aus der Bibel ein(Lukas 21,1), die zwar nicht viel spen­det, aber es ist alles das sie hat. Ande­re spen­den zwar mehr, aber trotz­dem sagt Jesus:
          „Die­se arme Wit­we hat mehr hin­ein­ge­wor­fen als alle ande­ren. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Über­fluss geop­fert; die­se Frau aber, die kaum das Nötig­ste zum Leben hat, sie hat ihren gan­zen Lebens­un­ter­halt her­ge­ge­ben.“

          Und kurz dar­auf fol­gend über die Kri­tik an pracht­vol­len Synagogen(Kirchengebäuden):
          „Als eini­ge dar­über spra­chen, dass der Tem­pel mit schö­nen Stei­nen und Wei­he­ge­schen­ken geschmückt sei, sag­te Jesus: Es wird eine Zeit kom­men, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern blei­ben; alles wird nie­der­ge­ris­sen wer­den.“

          Ich den­ke, dass Gott es uns anrech­net, wenn wir mit gutem Wil­len etwas von unse­rem Über­fluss opfern und unse­ren Kir­chen­bei­trag bezah­len, so wie er uns berech­net wird. Schließ­lich wird mit die­sem Geld die Ver­kün­di­gung des Evan­ge­li­ums und die Seel­sor­ge erst ermög­licht.

      • Ohne Kir­chen­steu­er fällt der gan­ze katho­lisch ange­stri­che­ne deut­sche Laden inner­halb kür­ze­ster Zeit zusam­men. Ohne Kir­chen­steu­er wäre mög­li­cher­wei­se Karl Rah­ner ver­hun­gert, ich weiß es nicht. Ich stel­le mir nur rein illu­so­risch eine Fra­ge. Wenn die deut­schen Bischö­fe sich ent­schei­den müß­ten zwi­schen der Kir­chen­steu­er und den Für­bit­ten aller Hei­li­gen der katho­li­schen Kir­che! Für was wür­den sie sich ent­schei­den?
        Per Mari­am ad Chri­stum.

  2. Das sog. „Prin­zip der Kol­le­gia­li­tät“ — die Auto­ri­tät des Bischofs­kol­le­gi­ums in Ver­bin­dung mit dem Papst ist nach tra­di­tio­nel­ler Leh­re auf die frü­he­ren Kon­zi­li­en beschränkt geblie­ben — ist ein Ver­such die AUTORITÄT des PAPSTES zu unter­gra­ben, indem es nun­mehr als „bestän­dig“ vor­ge­gau­kelt wird.
    Hw Prof. May nennt es gar eine  „ande­re Hier­ar­chie“ ! Der Ver­such also das „Bischofs­kol­le­gi­um“ als „Macht­in­stru­ment“ 
    gegen die PÄPSTLICHE Kir­chen­lei­tung ein­zu­set­zen.
    Noch pro­ben die „zeit­ge­mä­ssen“ „Mehrheits“-Bischöfe den „klei­nen“ Auf­stand gegen den Prä­fek­ten der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on. Und als Näch­stes den „Gene­ral­auf­stand“ gegen den Papst und damit ihre Exkom­mu­ni­ka­ti­on ?!
    Das 1. Vati­ka­ni­sche Kon­zil:
    -
    „Wer also sagt, der römi­sche Bischof 
    habe nur das Amt einer Auf­sicht oder Lei­tung und nicht die vol­le ober­ste Gewalt der Rechts­be­fug­nis über die gan­ze Kir­che, und zwar auch nicht nur in Sachen des Glau­bens und der Sit­ten, son­dern auch in dem, was zur Ori­en­tie­rung und Regie­rung der über den gan­zen Erd­kreis ver­brei­te­ten Kir­che gehört, 
    oder wer sagt, er habe nur einen grö­sse­ner Anteil, nicht aber die gan­ze Fül­le die­ser höch­sten Gewalt, oder die­se sei­ne Gewalt sei nicht ordent­lich und unmit­tel­bar eben­so über die gesam­ten und ein­zel­nen Kir­chen wie über die geam­ten und ein­zel­nen Hir­ten und Gläu­bi­gen, 
    der sei aus­ge­schlos­sen.“
    -

  3. Sehr gute Situa­ti­ons­be­schrei­bung. Ich fürch­te nur, die Rück­kehr zur Römisch-Katho­li­schen Kir­che ist nicht mehr mög­lich. Wenn die „Weg von Rom“ Prot­ago­ni­sten nicht von unse­ren eige­nen Bischö­fen nicht mehr zu stop­pen sind, wer­den auch die dadurch frust­s­tier­ten treu­en Katho­li­ken hei­mat­los wer­den. Hoff­nung besteht viel­leicht noch in man­chen Orden (z.B. Hei­li­gen Kreuz) und man möge es mir ver­zei­hen, bei der Petrus- und der Pius­bru­der­schaft. Der Schritt auf Rom und den Papst zu dürf­te der Pius­bru­der­schaft leich­ter fal­len als unse­ren Fort­schritt­li­chen pro­te­stan­ti­sie­ren­den (noch) Brü­dern und Schwe­stern.

    • Die eige­nen Bischö­fe sind doch mehr­heit­lich längst Teil die­ser „Weg von Rom“- Bewe­gung. Neu ist seit dem Pon­ti­fi­kat Ber­go­gli­os, dass dies nun nicht mehr nur ver­steckt geschieht (wie Zollitsch, Marx, Acker­mann im Kon­flikt mit Mül­ler bewei­sen) und selbst Rom der­ar­ti­ge Posi­tio­nen auf­zu­grei­fen und zu unter­stüt­zen scheint, d.h. Rom sich von sich selbst ent­frem­det.

  4. Die Ein­füh­rung der Kir­chen­steu­er soll­te mög­lichst vie­le Chri­sten und somit Katho­li­ken im Deut­schen Reich wirt­schaft­lich zum Aus­tritt moti­vie­ren, ist somit eine Stra­te­gie der Nazis, um den kirch­li­chen Ein­fluß zu schwä­chen. Was Hit­ler wohl nicht bedacht hat ist die Tat­sa­che, daß die­ser teuf­li­sche Plan wohl am stärk­sten lan­ge nach sei­nem Tode „Frucht“ gebracht hat. Durch die Tat­sa­che der Kir­chen­steu­er ist man in Deutsch­land und Öster­reich genö­tigt, auf den „Main­stream“ zu hören, weil man sich von ihm abhän­gig gemacht hat. Man muß Kir­che so leben, wie es die Mas­se hören wol­len, um Aus­trit­te zu ver­hin­dern. Und das ist der Glau­bens­ab­fall der Amts­kir­che in Öster­reich und Deutsch­land. Nicht mehr Chri­stus und die ewi­ge Wahr­heit steht im Mit­tel­punkt, son­dern der Mensch ist das Maß aller Din­ge, er ist ein klei­ner Gott, von dem man nun auch finan­zi­ell abhän­gig ist. Die Lit­ur­gie­re­form spie­gelt genau das wie­der: Mit­tel­punkt Mensch.

    Die­se „Los von Rom“ Bewe­gung war mir als Patri­ot schon immer suspekt, denn das war immer die Losung der Natio­na­len und zutiefst anti­öster­rei­chisch, anti­ka­tho­lisch und zudem natio­nal­so­zia­li­stisch: „Ohne Judas, ohne Rom bau­en wir den deut­schen Dom“
    Mir schau­dert und graut vor dem! Es lebe das EWIGE ROM, die HEILIGE KATHOLISCHE KIRCHE, der EWIGE KATHOLISCHE GLAUBE und die MESSE ALLER ZEITEN! Ohne die­se Ele­men­te ist im übri­gen mein Vater­land nicht denk­bar, erschreckend trau­rig ist die Tat­sa­che, wie fern das heu­ti­ge Öster­reich die­sen Wer­ten ist!

  5. Man kann nicht Die­ner zwei­er Her­ren sein!

    Die Kir­chen­steu­er hat die Katho­li­sche Kir­che in Deutsch­land unter die Herr­schaft des Poli­ti­schen gebracht, was ja auch mit dem Kon­kor­dat von Sei­ten der Poli­tik bezweckt war. Die Kir­chen­steu­er hat zudem einen Ver­wal­tungs­ap­pa­rat geschaf­fen, der sich nun selbst — unter Preis­ga­be zen­tra­ler Glau­bens­in­hal­te — zu erhal­ten sucht. Die Kir­che wird immer mehr zum Ver­ein, dem man bei­tritt oder auch nicht und in dem man als Zah­len­der die Ver­eins­sta­tu­ten bestimmt, wie es ja die „Wir sind Kir­che“ Akti­vi­sten schon deut­lich aus­for­mu­lie­ren. Das Kon­kor­dat ist somit kein Garant dafür, dass in unse­rem Land der Glau­be authen­tisch ver­kün­det wer­den kann, son­dern im Gegen­teil, sein Toten­grä­ber.

    Erst wenn in unse­rem Land die Kir­chen­steu­er abge­schafft ist und die Kir­che wie­der zu dem zurück­kehrt, was sie trägt, die mate­ri­el­le Armut und der rei­che Glau­be, wird es zu einer Revi­ta­li­sie­rung des Glau­bens in Deutsch­land kom­men.

    • Die Kir­chen­steu­er ist ein Ersatz für weg­ge­nom­me­nes Kir­chen­gut.
      man könn­te ganz prak­tisch die Kir­chen­steu­er nur dann abschaffen,wenn man der Kir­che ihr geraub­tes Gut (die Immo­bi­len) wie­der gibt.
      Nor­mal könn­te man sagen, die Besitz­ver­hält­nis­se das ist Schnee von vor­ge­stern, aber es ist ja nie eine Ent­schä­di­gung (wie für die Höfe im Osten, der Hei­mat­ver­trie­be­nen ) gezahlt wor­den, so dass jeder Besitz­an­spruch erlo­schen sei.
      Die Kir­chen­steu­er ist sozu­sa­gen der geld­ge­wor­de­ne ent­gan­ge­ne Nut­zen.
      Das nur zu den Fal­ten.
      Jedoch wenn ich mir die Ber­ge vpn Bet­tel­brie­fen angug­ge, die pünkt­lich zu Vor­weih­nach­ten ein­tru­deln, so ist zu sagen scheint doch nicht so toll zu sein mit der armen Kir­che der Armen.
      Die Kir­chen­steu­er erlaubt der Kir­che einen sehr wei­ten Spiel­raum der Frei­heit, das Dra­ma ist, dass die Kir­che das und auch die Frei­räu­me die ihr der Kon­kor­dat eröff­net nicht nutzt.

  6. „Deut­sche Bischö­fe pro­ben den Auf­stand“ ist sehr freund­lich for­mu­liert.

    Als das Buß­sa­kra­ment noch nicht zer­stört war, lern­ten die Kin­der schon in der Grund­schu­le im Reli­gi­ons­un­ter­richt, dass Sün­de gleich­be­deu­tend ist mit Ab„sonde„rung. Abson­de­rung von Gott und vom Näch­sten, sei es als Ein­zel­ner, sei es als Grup­pe. Ursäch­lich für die­ses Ver­hal­ten ist sehr oft der Hoch­mut. Seit nicht mehr gebeich­tet wird, muss sich nie­mand mehr auf die­se Wur­zel­sün­de hin befra­gen. Offen­sicht­lich tun das vie­le deut­sche Bischö­fe und Lai­en der katho­li­schen Kir­che auch nicht mehr. Sie wol­len sich ganz offen­sicht­lich abson­dern! Der Mas­se ist es egal, sie iden­ti­fi­ziert sich schon lan­ge nicht mehr mit der Kir­che. Um sich zu iden­ti­fi­zie­ren, d.h. glau­ben und ver­trau­en kön­nen, muss Iden­ti­tät vor­han­den sein. Seit gerau­mer Zeit wird ver­sucht, die Iden­ti­tät der katho­li­schen Kir­che zu zer­stö­ren. Die­je­ni­gen, die dar­an ein Inter­es­se haben, zie­hen auf Teu­fel komm raus ihr eige­nes Ding durch!

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