Missouri: 82 Prozent für Stärkung der Religionsfreiheit – gegen Zwang zur Schulsexualerziehung

 (New York) Im US-Bun­des­staat Mis­sou­ri setz­ten die Bür­ger ein „Recht auf Beten“ durch. Am 7. August stimm­ten 82 Pro­zent der Wäh­ler für die Stär­kung der Reli­gi­ons­frei­heit, oder um es genau­er zu sagen, für das Bür­ger­recht, die eige­ne reli­giö­se Über­zeu­gung ohne Ein­schrän­kun­gen auf pri­va­tem und öffent­li­chem Grund, in pri­va­ten und öffent­li­chen Gebäu­den und an allen Schu­len zum Aus­druck brin­gen zu kön­nen, das heißt öffent­lich allein oder gemein­sam als Grup­pe beten zu dür­fen. Wei­ters spra­chen sich die Wäh­ler mit gro­ßen Mehr­heit dafür aus, daß kein Schü­ler oder Stu­dent gezwun­gen wer­den kann, an Schul- und Lehr­ver­an­stal­tun­gen mit­wir­ken oder teil­neh­men zu müs­sen, die sei­nen reli­giö­sen Über­zeu­gun­gen wider­spre­chen. Damit gaben die Wäh­ler eine ein­deu­ti­ge Ant­wort im seit Jah­ren schwe­len­den Kon­flikt um die Schul­se­xu­al­erzie­hung, um die Evo­lu­ti­ons­leh­re, um das Schul­ge­bet.

Über die Not­wen­dig­keit der Volks­ab­stim­mung gab es im Vor­feld Zwei­fel, da die Reli­gi­ons­frei­heit die von den Pro­po­nen­ten der Volks­ab­stim­mung vor­ge­brach­ten Rech­te bereits garan­tiert. Die Bür­ger von Mis­sou­ri hat­ten aber offen­sicht­lich Beden­ken, daß die Reli­gi­ons­frei­heit unter­gra­ben und aus­ge­höhlt wer­den könn­te. Dem Ver­such, die Reli­gi­on aus dem öffent­li­chen Raum zu ver­drän­gen, scho­ben sie nun prä­ven­tiv einen kla­ren Rie­gel vor. Das Ergeb­nis von 82 Pro­zent für die Stär­kung der Reli­gi­ons­frei­heit über­rasch­te, da der Staat Mis­sou­ri nicht zu den als beson­ders reli­gi­ös ein­ge­stuf­ten Staa­ten der USA gerech­net wer­den. Die Abstim­mung setzt den gene­rel­len Trend in den USA fort, daß die Mehr­heit der Bevöl­ke­rung durch Volks­ab­stim­mun­gen Ein­grif­fe der Poli­tik kor­ri­giert. In den mei­sten US-Bun­des­staa­ten wur­den auf die­se Wei­se abro­ga­tiv oder prä­ven­tiv die Ein­füh­rung der Homo-„Ehe“ und die Schwä­chung der Ehe von Mann und Frau und der Fami­lie durch Volks­ent­scheid unter­bun­den und damit sowohl die Poli­tik als auch die Gerichts­bar­keit in die Schran­ken gewie­sen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: UCCR