Neuer Orden im Alten Ritus — Bruderschaft Christus Priester und Maria Königin

(Tole­do) Die Fra­terni­dad de Cri­sto Sacer­dote y San­ta Marà­a Reina (Bru­der­schaft Chri­stus Prie­ster und Maria Köni­gin) ist eine in Spa­ni­en ent­stan­de­ne geist­li­che Bewe­gung mit dem Ziel, daß sich die Mit­glie­der hei­li­gen durch die För­de­rung eines wahr­haft christ­li­chen Leben in enger Ver­ei­ni­gung mit Chri­stus Prie­ster und der Jung­frau Maria. Die Bru­der­schaft kennt Prie­ster, Brü­der und Lai­en als Mit­glie­der.

Die alt­ri­tu­el­le Gemein­schaft wur­de von Pater Manu­el Fol­gar gegrün­det und 2009 durch den Erz­bi­schof von Tole­do, Anto­nio Kar­di­nal Cani­za­res Llove­ra kano­nisch errich­tet. Die Gemein­schaft bemüht sich um die Hei­li­gung ihrer Mit­glie­der durch die Got­tes­su­che, durch die Nach­ah­mung der Got­tes­mut­ter Maria, durch die Auf­op­fe­rung und durch den rast­lo­sen Dienst an der hei­li­gen katho­li­schen Kir­che.

Die Spi­ri­tua­li­tät der Bru­der­schaft nährt sich aus dem Hei­li­gen Opfer der Mes­se, der Betrach­tung des Kreu­zes­ge­heim­nis­ses, Mari­ens, der sich unter­ord­nen­den Lie­be unter den Nach­fol­ger des hei­li­gen Petrus und Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden.

Die Brü­der der Bru­der­schaft pfle­gen ein inten­si­ves Gebets­le­ben. Die Lit­ur­gie zele­briert die neue Gemein­schaft in der außer­or­dent­li­chen Form des römi­schen Ritus (usus anti­qui­or) und pflegt in beson­de­rer Wei­se den Gre­go­ria­ni­schen Gesang. Die Fra­derni­dad hält täg­li­che eucha­ri­sti­sche Anbe­tung, Stu­di­um der Hei­li­gen Schrift, der Kir­chen­vä­ter und pflegt das gemein­schaft­li­che Rosen­kranz­ge­bet. Der Orden betreibt eine eige­ne Inter­net­sei­te für die klas­si­sche Lit­ur­gie der katho­li­schen Kir­che und einen Blog.

Das Apo­sto­lat der Bru­der­schaft besteht vor allem im Pre­digt­dienst, im Abhal­ten von Exer­zi­ti­en und geist­li­chen Übun­gen, Ein­kehr­ta­gen, Tagen der Stil­le und des Gebets, Auf­bau und Lei­tung von Nie­der­las­sun­gen der Gemein­schaft, Medi­en­apo­sto­lat zur Evan­ge­li­sie­rung.

Das schwar­ze Orden­s­kleid, jenem der Mön­che gleich, trägt auf der Brust zwei wei­ße gestick­te Her­zen über­ragt von einem Kreuz. Im rech­ten Her­zen ist die hei­li­ge Eucha­ri­stie (Kelch und Hostie mit der Inschrift IHS) dar­ge­stellt, im lin­ken Her­zen das Mari­en­mo­no­gramm M von einer Kro­ne über­ragt. Sie sol­len Chri­stus Prie­ster und Maria Köni­gin dar­stel­len. Unter den Her­zen steht in einem Band die Auf­schrift Glo­ria Iesu in Maria.

Die Bru­der­schaft hat einen kon­tem­pla­ti­ven Zweig, des­sen Brü­der sich für ein Leben der Anbe­tung und der Süh­ne ent­schei­den.

Die ande­ren Brü­der lei­sten auch hand­werk­li­che Arbeit. Unter ande­rem wer­den in gemein­schafts­ei­ge­nen Werk­stät­ten lit­ur­gi­sche Para­men­te her­ge­stellt.

In der Stadt Tole­do sind sie mit der Seel­sor­ge in der Erlö­ser Kir­che und der Pfar­rei St. Tho­mas beauf­tragt.
Mit der Bru­der­schaft ist auch ein weib­li­cher Zweig des geweih­ten Lebens ver­bun­den, die Her­ma­nas Misio­ne­ras de la Fra­derni­dad (Mis­si­ons­schwe­stern der Bru­der­schaft). Die Ordens­frau­en haben ihr Klo­ster am Sitz des Prio­rats San José en Bar­ro in Pon­te­ve­dra. Sie fol­gen der glei­chen Spi­ri­tua­li­tät wie der männ­li­che Zweig.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: San­ta Maria Rei­na