Der Alte Ritus im Heiligen Land – Bestimmungen des Lateinischen Patriarchen

„Alle hei­li­gen Stät­ten des Hei­li­gen Lan­des müs­sen bereit sein, den Pil­gern auch die Zele­bra­ti­on der hei­li­gen Mes­se im triden­ti­ni­schen Ritus zu ermög­li­chen.“ So sehen es die Bestim­mun­gen „zum Gebrauch der Lit­ur­gie in der außer­or­dent­li­chen Form des römi­schen Ritus“ vor, die der Latei­ni­sche Patri­arch von Jeru­sa­lem, Erz­bi­schof Fouad Twal, zur Durch­füh­rung des Motu pro­prio Summorum Pon­ti­fi­cum von Papst Bene­dikt XVI. erlas­sen hat.

Die Bestim­mun­gen sehen auch vor, daß Prie­ster der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. in allen Basi­li­ken, Wall­fahrts­kir­chen und Hei­lig­tü­mern des Hei­li­gen Lan­des das hei­li­ge Meß­op­fer fei­ern kön­nen. Aller­dings mit der Ein­schrän­kung, dies nur in pri­va­ter Form zu tun und nicht öffent­lich für ihre Initia­ti­ven zu wer­ben.

Die Bestim­mun­gen des Patri­ar­chen wur­den bereits am 23. Sep­tem­ber 2011 erlas­sen, aber erst jetzt vom Patri­ar­chat öffent­lich bekannt­ge­ge­ben. Der Text über­trägt die päpst­li­che Zulas­sung der alten Lit­ur­gie auf die beson­de­re Situa­ti­on des Hei­li­gen Lan­des und trägt den Instruk­tio­nen zum Motu pro­prio Rech­nung, die im April die­ses Jah­res von der Päpst­li­chen Kom­mis­si­on Eccle­sia Dei ver­öf­fent­licht wur­den.

Die Durch­füh­rungs­be­stim­mun­gen ermög­li­chen nach päpst­li­chem Wunsch die völ­li­ge Frei­ga­be des Alten Ritus für die der Tra­di­ti­on ver­bun­de­nen Hei­lig-Land-Pil­ger. Glei­ches gilt aller­dings noch nicht für die ein­hei­mi­schen Chri­sten.

Die zehn Bestim­mun­gen des latei­ni­schen Patri­ar­chen sehen unter ande­rem vor, daß an jeder Wall­fahrts­kir­che ein Mis­sa­le Roma­num von 1962, die lit­ur­gi­schen Gerä­te und Para­men­te für die Zele­bra­ti­on in der außer­or­dent­li­chen Form zur Ver­fü­gung ste­hen müs­sen. Sie ent­hal­ten die Emp­feh­lung, eine Sei­ten­ka­pel­le zu bestim­men, an deren Altar die Hei­li­ge Mes­se ad Domi­num zele­briert wer­den kann.

Text: Vati­can Insider/Giuseppe Nar­di
Bild: Mes­sa in Lati­no