Rebellen brennen ein christliches Dorf nieder

(Mani­la) Mos­le­mi­sche Extre­mi­sten brann­ten ein christ­li­ches Dorf in der Nähe der Stadt Mlang (Mind­anao) nie­der. Nach der­zei­ti­gen Infor­ma­tio­nen soll es kei­ne Tote geben. Die gesam­te Bevöl­ke­rung muß­te jedoch die Häu­ser ver­las­sen und ist obdach­los. Für die phil­ip­pi­ni­sche Armee steckt Ame­ril Umbra Kato, der frü­he­re Chef der Moro Isla­mic Libe­ra­ti­on Front (MILF) hin­ter dem Angriff. Er bau­te vor kur­zem eine neue Kampf­grup­pe auf, um den Kampf für einen isla­mi­schen Staat Mind­anao fort­zu­set­zen.

Gestern erklär­te Eid Kaba­lu, der Spre­cher der MILF, daß die isla­mi­sche Grup­pe nichts mit dem Angriff zu tun habe. „Wir sind nicht in die­se Akti­on ver­wickelt. Das Dorf wur­de wegen eines ört­li­chen Streits zwi­schen Mos­lems und Chri­sten nie­der­ge­brannt“, so Kaba­lu.

Heu­te fin­det in der malai­ischen Haupt­stadt Kua­la Lum­pur ein wei­te­res Gespräch zwi­schen MILF und der phil­ip­pi­ni­schen Regie­rung statt. Exper­ten mei­nen, daß die Spal­tung der MILF die Posi­ti­on der isla­mi­schen Grup­pe geschwächt habe und der Dia­log gefähr­det sein könn­te. Es wird ein neu­er Kon­flikt zwi­schen den mos­le­mi­schen Rebel­len und dem Heer befürch­tet.

(Asianews/Giuseppe Nar­di, Bild: Asia­news)