Blairs Memoiren — „Politiker verpflichtet, Wahrheit zu verdrehen“

(Lon­don) Gestern ver­öf­fent­lich­te der ehe­ma­li­ge bri­ti­sche Pre­mier­mi­ni­ster Tony Blair sei­ne Lebens­er­in­ne­run­gen, die auch zum The­ma Lebens­schutz Erhel­len­des bie­ten und Mani­pu­la­tio­nen offen­le­gen, mit denen Poli­ti­ker ideo­lo­gi­sche Ziel­set­zun­gen an der Bevöl­ke­rung vor­bei durch­drücken. John Sme­aton, der Direk­tor der Gesell­schaft für den Schutz unge­bo­re­ner Kin­der (SPUC) kri­ti­siert Blairs man­geln­de Ein­sicht und Reue wegen sei­ner Unter­stüt­zung von Abtrei­bung und Eutha­na­sie.

Eini­ge Zita­te aus Blairs Memoi­ren

Über die Mani­pu­la­ti­on der Wahr­heit:
„Poli­ti­ker sind von Zeit zu Zeit ver­pflich­tet, die vol­le Wahr­heit zu ver­ber­gen, sie zu bie­gen und sogar sie zu ver­dre­hen.“

Über Hans Küng:
„Mein Oxfor­der Freund Pete Thom­son hat mir immer das Lob über den unschätz­ba­ren Hans Küng gesun­gen, eines aus­ge­zeich­ne­ten Gelehr­ten und Autors von gro­ßen Wer­ken.“

Über die För­de­rung der Homo­se­xua­li­tät:
„Kurz vor Weih­nach­ten [2005] trat das Zivil­part­ner­schafts­ge­setz in Kraft … Ich war dar­auf wirk­lich stolz.“

Über ille­ga­les Han­deln von Poli­ti­kern:
„Ich neig­te dazu, sol­che Din­ge mit einem ziem­lich welt­li­chen Auge zu betrach­ten.“

Der ehe­ma­li­ge Pre­mier­mi­ni­ster wirft Al-Kai­da und Sad­dam Hus­sein „Gleich­gül­tig­keit gegen­über dem mensch­li­chen Leben“ und die „Recht­fer­ti­gung von Mas­sen­tö­tung“ vor. An kei­ner Stel­le sei­ner 624 Sei­ten lan­gen Memoi­ren zeigt Blair jedoch die gering­ste Reue für sei­ne För­de­rung der Abtrei­bung, Gebur­ten­kon­trol­le, Ver­hü­tungs­mit­tel und Eutha­na­sie. Blair und sei­ne Frau Che­rie setz­ten wäh­rend der gesam­ten zehn­jäh­ri­gen Amts­zeit ihre Kam­pa­gne gegen die katho­li­schen Posi­tio­nen zum Lebens­schutz und zur Fami­lie fort.

Teen­ager­schwan­ger­schaf­ten

1998 star­te­te die Regie­rung Blair eine Kam­pa­gne gegen Teen­ager­schwan­ger­schaft durch ver­stärk­te För­de­rung der Schul-Sexu­al­erzie­hung. Blair selbst schrieb ein Schlüs­sel­do­ku­ment (Teen­ager­schwan­ger­schaft, Social Exclu­si­on Unit, 1999). Der The Tele­graph wies ver­gan­ge­ne Woche stich­hal­tig nach, daß die Kam­pa­gne auf der Lüge beruh­te, daß Sexu­al­erzie­hung Abtrei­bung, und Teen­ager­schwan­ger­schaf­ten senkt. Bereits bevor Blair gezwun­gen wur­de, 2007 als Pre­mier­mi­ni­ster zurück­zu­tre­ten, war klar, daß die Stra­te­gie ein ein­zi­ger Miß­er­folg war. Den­noch setz­te sie die Labour-Regie­rung fort. Mil­lio­nen Pfund der Steu­er­zah­ler wur­den durch Blairs Ent­schei­dung in die­se Kam­pa­gne gepumpt.

Embryo­na­le Stamm­zell­for­schung

Pre­mier­mi­ni­ster Blair war ein glü­hen­der Unter­stüt­zer der zer­stö­ren­den Embryo­nen-For­schung [2000, 2004, 2006]. Er erklär­te ehr­gei­zig, daß Groß­bri­tan­ni­en ein inter­na­tio­na­les Zen­trum für die embryo­na­le Stamm­zell­for­schung wer­de. Mehr als zwei Jahr­zehn­te der zer­stö­ren­den Embryo­nen-For­schung, ein­schließ­lich der Jah­re der embryo­na­len Stamm­zell­for­schung habe jedoch kei­nes der voll­mun­dig ange­kün­dig­ten Heil­mit­tel und kei­ne behaup­te­ten neu­en, „revo­lu­tio­nie­ren­den“ Behand­lungs­me­tho­den erbracht. Die Behaup­tun­gen, mit denen die Ver­fech­ter wie Tony Blair deren Geneh­mi­gung durch­setz­ten, waren lee­re Ver­spre­chun­gen, die aus­schließ­lich ideo­lo­gisch moti­viert waren.

Eutha­na­sie durch unter­las­se­ne Hil­fe­lei­stung

2005 steu­er­te die Regie­rung von Herrn Blair erfolg­reich den Men­tal Capa­ci­ty Act durch das Par­la­ment. Blair per­sön­lich, mit der akti­ven Hil­fe der katho­li­schen Bischofs­kon­fe­renz von Eng­land und Wales, führ­te das Par­la­ment und die Bevöl­ke­rung hin­ters Licht, indem er sie glau­ben mach­te, daß das Gesetz kei­ne Eutha­na­sie zur Fol­ge hät­te.

Wei­te­re Bei­spie­le kön­nen auf dem Blog von John Sme­aton nach­ge­le­sen wer­den.

(LifeSiteNews/GN, Bild: Life­Si­teNews)