Hl. Hildegard von Bingen, eine große deutsche Frau — Die Kirche braucht den weiblichen Genius

(Castel Gan­dol­fo) In sei­ner Kate­che­se erin­ner­te Papst Bene­dikt XVI. das Apo­sto­li­sche Schrei­ben Mulie­ris digni­tatem, das Papst Johan­nes Paul II. im Maria­ni­schen Jahr 1988 ver­öf­fent­lich­te über die wert­vol­le Rol­le, die die Frau­en im Leben der Kir­che spiel­ten und spie­len.  Bei­spiel­haft sprach der Hei­li­ge Vater über „eine der gro­ßen deut­schen Frau­en“, die hei­li­ge Hil­de­gard von Bin­gen.

Wört­lich zitier­te der Papst:

Die Kir­che sagt Dank für alle Äuße­run­gen des weib­li­chen „Gei­stes“, die sich im Lau­fe der Geschich­te bei allen Völ­kern und Natio­nen gezeigt haben; sie sagt Dank für alle Gna­den­ga­ben, mit denen der Hei­li­ge Geist die Frau­en in der Geschich­te des Got­tes­vol­kes beschenkt, für alle Sie­ge, die sie dem Glau­ben, der Hoff­nung und der Lie­be von Frau­en ver­dankt: Sie sagt Dank für alle Früch­te frau­li­cher Hei­lig­keit. (Nr. 31)

Mit Freu­de grü­ße ich die Pil­ger und Besu­cher deut­scher Spra­che hier in Castel Gan­dol­fo. In der heu­ti­gen Kate­che­se habe ich eben über eine der gro­ßen deut­schen Frau­en, die hei­li­ge Hil­de­gard von Bin­gen, gespro­chen, die nicht nur eine gro­ße Mysti­ke­rin war, son­dern auch Rat­ge­be­rin von Bischö­fen und Für­sten, weil sie die Zei­chen der Zeit zu deu­ten ver­moch­te. Sie scheu­te sich nicht, die Bischö­fe und die Für­sten zu einem ernst­haf­ten Leben in der Nach­fol­ge Chri­sti zu ermah­nen. Auch wir wol­len uns immer neu prü­fen, ob unser Leben vor Got­tes Ange­sicht Bestand hat. Der Herr seg­ne euch alle und schen­ke euch eine gute Zeit in Rom.