Untergrund-Erzbischof gestorben – Jahrzehnte im Gefängnis weil Priester und romtreu

(Hong Kong) Msgr. Jonh Yang Shu­dao, Unter­grund-Erz­bi­schof von Fuz­hou in Fuji­an ist am ver­gan­ge­nen 28. August 2010 im Alter von 91 Jah­ren ver­stor­ben. Sei­ne Lei­che wur­de nach Lian­jiang, den Geburts­ort des hohen Wür­den­trä­gers der katho­li­schen Unter­grund­kir­che in der Volks­re­pu­blik Chi­na, über­führt, wo am 1. Sep­tem­ber sei­ne Beer­di­gung statt­fin­den wird.

Der Erz­bi­schof war im Alter von 14 Jah­ren in das Klei­ne Semi­nar ein­ge­tre­ten. 1947 wur­de er zum Prie­ster geweiht. Den größ­ten Teil sei­nes Prie­ster­le­bens ver­brach­te er im Gefäng­nis oder in Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern, weil er Prie­ster war und stets in Treue dem Papst ver­bun­den blieb.

1955 wur­de er von den kom­mu­ni­sti­schen Macht­ha­bern zu lebens­lan­ger Haft ver­ur­teilt, weil er katho­li­scher Prie­ster war. Erst 1981 wur­de er aus der Haft ent­las­sen und sofort wie­der ver­haf­tet und zu wei­te­ren fünf Jah­ren ver­ur­teilt. Am 8. März 1987 wur­de er geheim zum Bischof geweiht. Bereits 1988 erfolg­te sei­ne erneu­te Ver­haf­tung und die Ver­ur­tei­lung zu drei Jah­ren Haft. 1995 erfolg­te sei­ne Ernen­nung zum Erz­bi­schof von Fuz­hou. 2001 wur­de er zwei­mal zu je 91 Tagen Haft ver­ur­teilt.

Fuz­hou ist eine der Pro­blem­diö­ze­sen der Kir­che in Chi­na. In ihr gibt es einen tie­fen Gra­ben zwi­schen der regime­treu­en Kir­che und der rom­treu­en Unter­grund­kir­che.

(Asianews/GN, Bild: Asia­news)