Priesterweihen der Piusbruderschaft

(Zaitz­ko­fen) Am Sams­tag, den 26. Juni 2010 wird der Gene­ral­obe­rer der Prie­ster­bru­der­schaft Weih­bi­schof Ber­nard Fel­lay im Schloß­park des Prie­ster­se­mi­nars drei Dia­ko­ne das Sakra­ment der Prie­ster­wei­he spen­den. Bereits am 18. Juni 2010 weih­te Bischof Alfon­so de Gala­ret­ta im US-ame­ri­ka­ni­schen Prie­ster­se­mi­nar Hl. Tho­mas von Aquin (in Wino­na im Bun­des­staat Min­ne­so­ta) neun Dia­ko­ne zu katho­li­schen Prie­stern. Der zustän­di­ge Bischof von Wino­na, Mons. John Micha­el Quinn, kom­men­tier­te die Wei­hen nicht. Der Regens­bur­ger Bischof, in sei­ner Diö­ze­se liegt das deut­sche Prie­ster­se­mi­nar, nann­te die Wei­he eine Pro­vo­ka­ti­on und einen „Akt des Schis­mas“.

Dazu erklär­te der Reg­nes des Semi­nars P. Frey: „Es ist unver­ständ­lich, wie Bischof Mül­ler in den bevor­ste­hen­den Wei­hen einen Akt der Rebel­li­on gegen die kirch­li­che Hier­ar­chie erblicken kann. Bereits im Dezem­ber sind in unse­ren Semi­na­ren in Argen­ti­ni­en und Austra­li­en Prie­ster geweiht wor­den, ohne daß der Pro­zeß der Ver­stän­di­gung mit Rom in gering­ster Wei­se beein­träch­tigt wor­den wäre. Sol­che Wei­hen gehö­ren wesent­lich zum Leben einer kirch­li­chen Gemein­schaft, und die­ses Leben abzu­wür­gen, lag nie­mals in der Absicht des Hei­li­gen Vaters.

Es wäre zu wün­schen, daß Bischof Mül­ler sich künf­tig mit den zustän­di­gen Gre­mi­en in Rom abspre­chen wür­de, damit nicht wei­te­re Quer­schüs­se in der Öffent­lich­keit dem Dia­log mit der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. und somit dem Dienst an der Ein­heit Scha­den zufü­gen.“

(LS)