„So tötet ein radikaler Moslem“ — Mord an Bischof Padovese: „Papst wurde schlecht beraten“

(Izmir) In einem Gespräch mit Pao­lo Roda­ri (Il Foglio) fin­det Msgr. Rug­ge­ro Fran­ce­schi­ni, Erz­bi­schof von Smyr­ne (Tür­kei) erneut kla­re Wor­te zum Mord an Msgr. Lui­gi Padove­se, dem Apo­sto­li­schen Vikar von Ana­to­li­en und Vor­sit­zen­den der tür­ki­schen Bischofs­kon­fe­renz, durch die Hand eines jun­gen Mos­lems. Bischof Padove­se erlitt vor acht Tagen in der ana­to­li­schen Stadt Isken­de­run das Mar­ty­ri­um.

Erz­bi­schof Fran­ce­schi­ni kri­ti­siert jene im Vati­kan, die dem Papst bei sei­nem Pasto­ral­be­such auf Zypern zu diplo­ma­ti­sche Wor­te in den Mund gelegt hät­ten, als er sofort jeden poli­ti­schen oder gar reli­giö­sen Hin­ter­grund der Tat aus­schloß: „Ich mei­ne, daß der Papst schlecht bera­ten wur­de. Bestimm­te Din­ge kann der Vati­kan uns nicht leh­ren.“ Die Lage in der Tür­kei und die Ein­schät­zung des Islam in der Tür­kei könn­ten die Bischö­fe, die in die­ser Situa­ti­on leben, bes­ser beur­tei­len.

„Ich den­ke, daß man inzwi­schen auch im Vati­kan ver­stan­den hat, daß ich recht habe: Der Mord an Bischof Padove­se hat näm­lich aus­schließ­lich mit dem Islam zu tun. “

Vor Bischof Padove­se war Msgr. Fran­ce­schi­ni Apo­sto­li­scher Vikar in Ana­to­li­en. Er kennt die schwie­ri­ge Situa­ti­on der Chri­sten dort genau. „Anka­ra hat die Situa­ti­on dort nicht unter Kon­trol­le. Dort kon­trol­liert der Islam, kon­kret eini­ge fana­ti­sche Grup­pen von Isla­mi­sten“, so Msgr. Fran­ce­schi­ni. „Das sind Leu­te, die gegen alle und alles sind. Sie haben erheb­li­chen Ein­fluß auf die Leh­rer­schaft, die zum Haß auf­ruft und die christ­li­chen Schü­ler schi­ka­nie­ren. In Ana­to­li­en grei­fen sie die Chri­sten an und jeder Angriff erfolgt im Namen des Islam.“
„Sie wol­len ein Bei­spiel hören?“ fragt der Erz­bi­schof. „Ein Jun­ge muß­te zur Stra­fe einen gan­zen Schul­tag vor der Klas­se knien, weil er nichts über die ‚wah­re Reli­gi­on“ wis­se, natür­lich den Islam.“

Wie starb Padove­se? „Murat Altun hat­te alles genau geplant. Er voll­zog einen isla­mi­schen Ritu­al­mord. Er ging mit einer sol­chen Gewalt vor, daß er den Bischof fast ent­haup­te­te. So tötet jemand, der zei­gen will, daß er ein wirk­lich radi­ka­ler Mos­lem ist.“

Sie ken­nen den Mör­der per­sön­lich? „Ich habe ihn sogar ange­stellt. Ich ken­ne auch sei­ne Fami­lie. Er hat sich nicht zum katho­li­schen Glau­ben bekehrt. Wer dies behaup­tet, lügt. Er ließ sich nie tau­fen. Es war ein gro­ßer Feh­ler, ihn anzu­stel­len. Es ist immer ein Risi­ko Mos­lems des Ortes zu beschäf­ti­gen. Die­se Leh­re haben wir teu­er bezahlt.“

War­um hat Altun den Mord began­gen? „In der Ver­gan­gen­heit gab es eini­ge Unstim­mig­kei­ten mit sei­ner Fami­lie. Sein Onkel war eini­ge Zeit Bür­ger­mei­ster der Stadt Isken­de­run. Die Unstim­mig­kei­ten gab es, weil wir ver­such­ten, die katho­li­schen Kir­chen zu ret­ten und offen zu hal­ten. Das ist dort aber ver­bo­ten. Damit will ich die Tat nicht in Zusam­men­hang brin­gen. Wes­halb genau er den Mord began­gen hat, ist der­zeit noch nicht ein­deu­tig zu sagen.“

Ist ein Dia­log in der Tür­kei mög­lich? „Wir ver­su­chen es. Eini­ge Hoff­nung gibt es, manch Samen­korn wur­de aus­ge­sät. Es ist aber sehr schwie­rig, den Weg zu gehen. Am schwie­rig­sten ist die Lage im Lan­des­in­ne­ren in Klein­asi­en. Dort bestim­men noch die Eltern die Ehen der Kin­der. Der Islam wird in einer zuneh­mend radi­ka­le­ren Form gelebt. Den­noch wer­de ich das Land nicht ver­las­sen, son­dern blei­ben und wei­ter­hin das Evan­ge­li­um Jesu Chri­sti, die Bot­schaft der Lie­be ver­kün­den.“

(Il Foglio/GN, Bild: Wiki­me­dia)