Angriffe gegen den Papst: Kriegswehen und Wirtschaftskrise der Grund?

von Mau­ri­zio d’Or­lan­do

Die bru­ta­le Kam­pa­gne gegen Papst Bene­dikt XVI, ange­führt von der New York Times, zielt dar­auf ab, sei­ne mora­li­sche Auto­ri­tät und die der katho­li­schen Kir­che zu tref­fen… mit Blick auf einen mög­li­chen Krieg gegen den Iran und den Staats­bank­rott der USA?

Pädo­phi­lie ist ein schwer­wie­gen­der Skan­dal. Wenn sie zudem katho­li­sche Prie­ster betrifft, ist der Skan­dal noch schwer­wie­gen­der. Vor allem für katho­li­sche Gläu­bi­ge ver­ur­sacht die­ser Skan­dal einen Schmerz wie kaum etwas ande­res. Er hat aller­dings auch etwas Gutes an sich, er bringt die Skan­da­le ans Tages­licht und erlaubt es, den Sumpf trocken­zu­le­gen.

Wer ein Mit­tel sucht, um die katho­li­sche Kir­che anzu­grei­fen, könn­te kei­nen geeig­ne­te­ren Vor­wand fin­den. Und tat­säch­lich ist es in die­sen Tagen durch wahl­lo­se Angrif­fe gegen den Papst so gesche­hen, die am 25. März mit offen­sicht­li­cher Ein­sei­tig­keit, mit einem Arti­kel von Lau­rie Good­stein in der New York Times ((Die Pres­se­kam­pa­gne hat jedoch Spu­ren hin­ter­las­sen. Es scheint ja, als wäre Pädo­phi­lie ein Phä­no­men, das ledig­lich oder vor­wie­gend katho­li­sche Prie­ster betrifft. Wegen ihrer Ehe­lo­sig­keit ist es leicht, sie anzu­grei­fen. In den USA zum Bei­spiel, betref­fen die Ankla­gen fast vier Pro­zent der katho­li­schen Prie­ster, aber nicht ein­mal ein Pro­zent davon wur­de schul­dig gespro­chen. Eben­so scheint es, als bestün­de die ein­zi­ge Auf­ga­be katho­li­scher Bischö­fe dar­in, pädo­phi­le Prie­ster zu decken, als gäbe es kei­ne ein­deu­ti­gen Gebo­te und kirch­li­chen Vor­schrif­ten. Und eben­so scheint es, als gäbe es in den USA und in der übri­gen Welt kei­ne Rich­ter und Gerich­te, die bereit wären, die­se Fäl­le zu behan­deln. Wenn schon ist genau das Gegen­teil davon wahr: Vie­le Medi­en, aber auch Anwalts­kanz­lei­en und sogar Staats­an­wäl­te haben bewie­sen, daß sie bös­wil­li­gen Vor­ur­tei­len gegen die katho­li­sche Kir­che ange­trie­ben wer­den)) ihren Höhe­punkt fan­den. Die Angrif­fe offen­ba­ren ein Para­dox: Gera­de Papst Bene­dikt XVI. , der wie kein ande­ren wie­der­holt in den genann­ten Fäl­len Null Tole­ranz for­der­te, sieht sich nun im Visier der Angrif­fe wie kaum jemand je vor ihm.

Um auf­zu­zei­gen, wer wel­che Rol­le in die­sen Angrif­fen spielt und um die Ankla­gen gegen den Papst zurück­zu­wei­sen, dafür haben bereits ver­schie­de­ne Stel­len des Vati­kans gesorgt. Auch das Wall Street Jour­nal schrieb am 6. April einen Leit­ar­ti­kel, in dem Punkt für Punkt die Ver­leum­dung gegen den Papst durch den genann­ten Arti­kel der New York Times wider­legt wur­de.

Neben den Ver­leum­dun­gen gibt es aber noch eini­ge Zufäl­le, die an der gan­zen Sache stö­ren. Ein erster Zufall ist, daß die zahl­rei­chen ech­ten und angeb­li­chen Pädo­phi­lie-Fäl­le (von denen eini­ge schon 40 oder mehr Jah­re zurück­lie­gen) alle zugleich auf­tauch­ten, plötz­lich wie Pil­ze aus dem Boden sprieß­ten, und dies in ver­schie­de­nen (west­li­chen) Län­dern der Welt. Das ist bereits ein erstaun­li­ches Zusam­men­tref­fen, aber ande­re – kom­pli­zier­te­re – erge­ben ein beun­ru­hi­gen­des Bild.

Die Kir­chen­feind­lich­keit der New York Times

In der Rei­he der Angrif­fe gegen den Papst hebt sich gera­de Lau­rie Good­stein, die Res­sort­lei­te­rin Reli­gi­on der NYT ab, die für ihren beson­de­ren anti-katho­li­schen Eifer bekannt ist, wie im ver­gan­ge­nen Jahr der Erz­bi­schof von New York, Msgr. Timo­thy M. Dolan, in einem Arti­kel mit dem bezeich­nen­den Titel „Anti-Katho­li­zis­mus“ ((Sie­he https://blog.archny.org/?p=42, 29 ott. 2009, Anti-Catho­li­cism, di Timo­thy M. Dolan.)) tref­fend for­mu­lier­te, der auf der Inter­net­sei­te der Diö­ze­se ver­öf­fent­licht wur­de, nach­dem die NYT den Abdruck abge­lehnt hat­te.

Die „Bevor­zu­gung“ der „katho­li­schen“ Skan­da­le ist offen­sicht­lich: Die NYT (im Gleich­schritt mit ande­ren ame­ri­ka­ni­schen Tages­zei­tun­gen) wei­ger­te sich auch nur annä­hernd gleich aus­führ­lich über ande­re Pädo­phi­lie-Skan­da­le zu berich­ten, wie zum Bei­spiel von Yehu­da Kolko, Leh­rer an der Yes­hi­va Torah Tem­imah von Brook­lyn ((Vgl..: https://failedmessiah.typepad.com/failed_messiahcom/2008/11/ny-times-sexual.html)). Genau­so wenig sah die NYT eine Not­wen­dig­keit über Dov Hikind vom zio­ni­sti­schen Rechts­ex­tre­mis­mus zu berich­ten, der sich wei­ger­te, vor Gericht zu den Tau­sen­den von Zeu­gen­aus­sa­gen Stel­lung zu neh­men, die inner­halb kur­zer Zeit nach einer Radio­sen­dung über jüng­ste Pädo­phi­lie-Skan­da­le in den jüdi­schen Gemein­schaf­ten von New York (beson­ders jener der Hare­dim) gesam­melt wur­den.

Obwohl es den Vor­fall gab, schwie­gen bestimm­te Medi­en. Dabei hat­te der Rechts­an­walt Dowd die NYT ersucht, dar­über zu berich­ten, der in den USA für sei­ne Sam­mel­kla­gen bekannt ist, die nicht weni­ge Ordens­ge­mein­schaf­ten und katho­li­sche Diö­ze­sen an den Rand des finan­zi­el­len Ruins gebracht haben.

Ein ande­rer Zufall ist, daß gera­de wäh­rend teils Jahr­zehn­te zurück­lie­gen­de, aber katho­li­sche Prie­ster betref­fen­de Fäl­le aus­ge­gra­ben wer­den, ande­re viel jün­ge­re und schwer­wie­gen­de Pädo­phi­lie-Fäl­le ver­schwie­gen wer­den. ((Man erin­ne­re sich an die Mor­de von Marc Dutroux in Bel­gi­en im Rah­men einer Grup­pe Pädo­phi­ler, wo nicht nur eine Ver­wick­lung des Poli­zei­chefs, son­der auch von Jac­ques Delors, dem Prä­si­den­ten der EU-Kom­mis­si­on ans Tages­licht kam. Oder man erin­ne­re sich an die zahl­rei­chen Miß­brauchs­fäl­le bei den Boy Scout von Austra­li­en und den USA, die von den Mas­sen­me­di­en völ­lig igno­riert wer­den.)) Beson­ders bezeich­nend dar­un­ter ist jener Fall, den Tony Blair als bri­ti­scher Pre­mier­mi­ni­ster für die näch­sten 100 Jah­re zum Staats­ge­heim­nis mach­te. Er betrifft ein jun­ges schot­ti­sches Mäd­chen, Hol­lie Greig. In den Fall waren 2003 unter ande­ren der NATO-Gene­ral­se­kre­tär Lord Robert­son und der dama­li­ge bri­ti­sche Finanz­mi­ni­ster Gor­don Brown, heu­te Pre­mier­mi­ni­ster, ver­wickelt.

Angriff auf den Iran in Vor­be­rei­tung

Trotz allem ist nicht das zwei­fa­che Maß beun­ru­hi­gend, das die NYT anwen­det, da es nur mehr weni­ge geben dürf­te, die ihr zum The­ma Glaub­wür­dig­keit zumes­sen. Es ist nicht ein­mal die bri­ti­sche Heu­che­lei wegen der Schmutz­wä­sche im eige­nen Haus beun­ru­hi­gend. Lei­der scheint das schon zur Gewohn­heit gewor­den zu sein. Viel beun­ru­hi­gen­der ist hin­ge­gen ein ganz ande­rer Zufall.

Am sel­ben Tag, an dem Good­steins Arti­kel erschien, schnapp­te die Pres­se­agen­tur Reu­ters in Jeru­sa­lem die Nach­richt auf, und ver­öf­fent­lich­te sie am näch­sten Tag (26. März 2010), daß Isra­el mög­li­cher­wei­se tak­ti­sche Atom­bom­ben in einem Prä­ven­tiv­schlag gegen den Iran ein­set­zen könn­te. Die Mel­dung wur­de von der Washing­ton Post über­nom­men ((Isra­el could use tac­ti­cal nukes on Iran, Dan Wil­liams, Fri­day, March 26, 2010 — https://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/03/26/AR2010032601354.html)), ver­schwand aber eben­so schnell wie­der aus der gesam­ten „unab­hän­gi­gen“ angel­säch­si­schen Pres­se.

Die­se Nach­richt ist eng mit einer ande­ren Nach­richt ver­bun­den, die eini­ge Wochen zuvor ganz kurz auf­tauch­te und dann eben­so aus der „unab­hän­gi­gen“ Pres­se ver­schwand: Auf Befehl Barack Oba­mas wur­de eine Lie­fe­rung von Spe­zi­al­bom­ben mit höch­ster Spreng­kraft (für den Ein­satz bei einem Angriff auf den Iran, zur Zer­stö­rung unter­ir­di­scher Luft­schutz­bun­ker) von Isra­el zum ame­ri­ka­ni­schen Mili­tär­stütz­punkt Die­go Gar­cia im Indi­schen Oze­an umge­lei­tet ((https://www.heraldscotland.com/news/world-news/final-destination-iran‑1.1013151 / https://www.worldtribune.com/worldtribune/WTARC/2010/me_israel0217_03_18.asp)). Der Stütz­punkt Die­go Gar­cia befin­det sich zwi­schen den Mau­ri­ti­us-Inseln und dem Per­si­schen Golf und ist daher ein idea­ler Aus­gangs­punkt für Luft­an­grif­fe gegen den Iran. Nach Aus­kunft eines Mili­tär­ex­per­ten sind ame­ri­ka­ni­scher Bom­ber bereits jetzt bereit in weni­gen Stun­den 10.000 aus­ge­wähl­te Punk­te im Iran zu tref­fen und das Land weit­ge­hend zu zer­stö­ren ((Der Befehl Oba­mas blockiert auch die Lie­fe­rung wei­te­rer Angriffs­waf­fen an Isra­el (Hub­schrau­ber, Flug­zeu­ge zum Auf­tan­ken von Kampf­flug­zeu­gen in der Luft), die für einen Angriff gegen den Iran not­wen­dig sind und die bereits frü­her von Geo­g­re W. Bush ver­wei­gert wor­den waren. Die Wei­ge­rung Bushs, die gewünsch­ten Waf­fen an Isra­el zu lie­fern, war Ende August 2008 erfolgt, weni­ge Wochen vor dem Zusam­men­bruch von Leh­man inmit­ten des Prä­si­dent­schafts­wahl­kamp­fes. Sie hat­te zur Fol­ge, daß die jüdi­sche Lob­by in den USA ihre finan­zi­el­le Unter­stüt­zung end­gül­tig von McCain zu Oba­ma ver­schob.)). Sobald die Lie­fe­rung ein­trifft und die Bom­ben instal­liert sind (was in ein bis zwei Mona­ten abge­schlos­sen sein dürf­te), ist die Angriffs­ma­schi­ne­rie ein­satz­be­reit. Der Start­schuß zu einer groß­an­ge­leg­ten Mili­tär­ope­ra­ti­on (ohne Boden­trup­pen) kann dann jeder­zeit gege­ben wer­den. Mit ande­ren Wor­ten wol­len sich die USA alle Optio­nen offen­hal­ten, wäh­rend Isra­el auf das Gas­pe­dal drückt und damit droht, das eige­ne Arse­nal tak­ti­scher Atom­bom­ben ein­zu­set­zen, falls die USA sich nicht ent­schei­den soll­ten, den For­de­run­gen Isra­els Fol­ge zu lei­sten.

Am 9. April unter­zeich­ne­ten die USA und Ruß­land ein Abkom­men, in dem sie sich ver­pflich­ten kei­ne Atom­waf­fen gegen jene Län­der ein­zu­set­zen, die den Atom­waf­fen­sperr­ver­trag mit dem Ver­bot der Ver­brei­tung von Kern­waf­fen unter­zeich­net haben. Das Abkom­men klam­mert also den Iran und Nord­ko­rea aus, aller­dings auch Isra­el, das den Ver­trag eben­falls nie unter­zeich­ne­te, was jedoch nicht erwähnt wird.

In die­sen Tagen wur­de auch bekannt, daß sich Oba­ma und Sar­ko­zy um einen inter­na­tio­na­len Kon­sens für neue Sank­tio­nen in den näch­sten Wochen gegen den Iran bemü­hen. Der Schritt von den Sank­tio­nen zu einem Angriff mit kata­stro­pha­le Fol­gen für den Iran scheint nicht so weit zu sein. Dabei ist der Iran nicht das ein­zi­ge Land, das gegen den Atom­sperr­ver­trag ver­sto­ßen haben könn­te. Isra­el zum Bei­spiel ver­fügt, allen Abkom­men zum Trotz, zwi­schen 200 und 400 Atom­spreng­köp­fe. Und noch weit schwer­wie­gen­der: Es droht sogar mit deren Ein­satz. Offi­zi­ell spricht man dabei von „tak­ti­schen Kern­waf­fen“, als wäre dies weni­ger beun­ru­hi­gend.

Die in den Vor­der­grund gerück­te Behaup­tung lau­tet, daß der Iran sich bemü­he (viel­leicht) Kern­waf­fen her­zu­stel­len. „Viel­leicht“, weil bis­her kei­ne siche­ren Bewei­se dafür vor­ge­legt wer­den konn­ten. Die Mög­lich­keits­form ist gera­de­zu obli­ga­to­risch, wenn man sich erin­nert, wel­chen Wert die angeb­lich „siche­ren“ Bewei­se irgend­wel­cher Geheim­dien­ste haben kön­nen. Man behaup­te­te, der Irak Sad­dam Hus­seins ver­fü­ge über Mas­sen­ver­nich­tungs­waf­fen. Der Irak wur­de ange­grif­fen, 1,3 Mil­lio­nen Ira­ker kamen ums Leben, doch die Mas­sen­ver­nich­tungs­mit­tel wur­den nicht gefun­den. Gewis­se Zwei­fel und Vor­be­hal­te sind daher ver­ständ­lich und not­wen­dig, ohne damit in irgend­ei­ner Wei­se weder Sad­dam Hus­sein noch das Regime in Tehe­ran recht­fer­ti­gen zu wol­len. Die­se Zwei­fel und Vor­be­hal­te wer­den jedoch je nach Bedarf durch die Beschul­di­gung zum Schwei­gen gebracht, man unter­stüt­ze den isla­mi­sti­schen Ter­ro­ris­mus oder sogar den Anti­se­mi­tis­mus (dort etwa, wo der Begriff soweit über­dehnt wird, daß er jeden trifft, der Kri­tik an der Poli­tik der israe­li­schen Regie­rung wagt).

Ent­schei­dend scheint aber, daß die Sank­ti­on das Vor­spiel zu einem Angriff gegen den Iran schei­nen und nicht allen scheint dabei klar zu sein, daß ein Atom­waf­fen­an­griff gegen den Iran den 3. Welt­krieg aus­lö­sen kann. Rund 10.000 rus­si­sche Staats­bür­ger arbei­ten in der Nähe der ira­ni­schen Kern­kraft­wer­ke zur Strom­ge­win­nung. Eben­so bekannt ist, daß die Volks­re­pu­blik Chi­na gute Bezie­hun­gen zum Iran pflegt. Sicher, das ira­ni­sche Regime ist gelin­de aus­ge­drückt beun­ru­hi­gend. Den­noch hat der Iran seit der isla­mi­schen Revo­lu­ti­on von 1979, aus­ge­nom­men einem Grenz­kon­flikt mit dem Irak in den frü­hen 80er Jah­ren, mit kei­nem Land einen Krieg geführt. Den­noch muß die Fra­ge im Vor­der­grund ste­hen, ob man einen welt­wei­ten Kon­flikt unvor­stell­ba­ren Aus­ma­ßes ris­kie­ren will.

Der gro­ße Wirt­schafts-Chrash

Die Fra­ge ist also viel­leicht doch eine ande­re: der Krieg soll­te dazu die­nen, den gro­ßen wirt­schaft­li­chen Zusam­men­bruch zu ver­decken. Es kommt die Insol­venz der „phy­si­schen“ Märk­te wie Gold und ande­rer Roh­stof­fe ans Tages­licht, ein gigan­ti­scher Betrug in des­sen Mit­tel­punkt HSBC, Gold­man Sachs und JPMor­gan-Cha­se ste­hen. Im Ver­gleich dazu erscheint der Fall Madoff nur eine Mini-Gau­ne­rei unter Volks­schü­lern gewe­sen zu sein. Erstaun­li­cher­wei­se wur­de genau zur sel­ben Zeit, als man den Pädo­phi­lie-Skan­dal in den höch­sten bri­ti­schen Füh­rungs­krei­sen ver­tu­sche, durch Gor­don Brown die Gold­re­ser­ven Groß­bri­tan­ni­ens ver­kauft (aus­ver­kauft) ((Sie­he: Did Gor­don Brown Sell UK’s Gold To Keep AIG And Roth­schild Sol­vent ? ; More Dis­clo­sures On How The NY Fed Mani­pu­la­tes Gold Pri­ces https://www.zerohedge.com/article/did-gordon-brown-sell-uks-gold-keep-aig-and-rothschild-solvent-more-disclosures-how-ny-fed‑m)). Die Staats­ver­schul­dung vie­ler Län­der hat nicht mehr regier­ba­re Aus­ma­ße ange­nom­men, läßt sich aber gleich­zei­tig auch nicht mehr ver­stecken. Laut Anga­ben der Bank für Inter­na­tio­na­len Zah­lungs­aus­gleich (BIZ) und nicht irgend­ei­nem Blog­ger, dürf­te die Staats­ver­schul­dung der USA bald 400 Pro­zent des Brut­to­in­lands­pro­duk­tes errei­chen. So müs­sen Kri­ti­ker zum Schwei­gen gebracht wer­den bzw. das Inter­es­se der Bevöl­ke­rung auf ande­re The­men um- und abge­lenkt wer­den. Vor allem muß das Macht­kar­tell, das inter­na­tio­nal die gro­ßen Medi­en­net­ze kon­trol­liert, muß die bevor­ste­hen­den, unver­meid­ba­ren Insol­venz der von Ben Shlo­mo Bern­an­ke gelei­te­ten Federal Reser­ve und der US-Finan­zen recht­fer­ti­gen.

Die Geschich­te lehrt, nicht zuletzt z.B. der Falk­land-Krieg durch die argen­ti­ni­sche Mili­tär­jun­ta inmit­ten des Staats­bank­rotts, daß ein Krieg den „Vor­teil“ hat, den Bank­rott durch eine Hyper­in­fla­ti­on zu über­decken: eine ein­fa­che wie eben­so „genia­le“ Lösung, die seit Jahr­hun­der­ten erprobt ist.

Wer könn­te in einer sol­chen Situa­ti­on noch mit gewich­ti­ger Stim­me wider­spre­chen? Die katho­li­sche Kir­che und der Papst. Auch aus die­sem Grund ist es not­wen­dig, die­se mora­li­sche Auto­ri­tät um jeden Preis anzu­grei­fen und zu schwä­chen. Aber viel­leicht han­delt es sich bei allem ja nur um einen Zufall.

(Asianews/ GN)