Prämonstratenser von Chelmsford: Rückkehr zum alten Ritus

(London/Rom) Im Prä­mon­stra­ten­ser­prio­rat von Chelms­ford in Eng­land wird der römi­sche Ritus der katho­li­schen Kir­che gleich­be­rech­tigt in der ordent­li­chen und der außer­or­dent­li­chen Form zele­briert. Die 2004 ent­stan­de­ne Gemein­schaft in der Graft­schaft Essex legt beson­ders Wert auf die Pfle­ge der Lit­ur­gie. Die 1121 vom Hei­li­gen Nor­bert von Xan­ten gegrün­de­ten Regu­lar­ka­no­ni­ker gehö­ren zu den alten Orden der katho­li­schen Kir­che mit eige­nem Ritus. Die Chor­her­ren des St. Philip’s Prio­ry kehr­ten zum Ordens­ri­tus zurück, wie er bis zum Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil im gesam­ten Orden gefei­ert wur­de.

Die ersten Prä­mon­stra­ten­ser gelang­ten bereits 1143 auf die bri­ti­schen Inseln. Zum Zeit­punkt der größ­ten Blü­te bestan­den dort 48 Nie­der­las­sun­gen. Durch die Kir­chen­spal­tun­gen und Klo­ster­auf­he­bun­gen zur Zeit der Säku­la­ri­sa­ti­on, aber beson­ders durch die Fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on und ihre Fol­gen, war der Orden von der Aus­lö­schung bedroht. Im Zuge der Revo­lu­ti­on war das Mut­ter­klo­ster des Ordens in Pré­mon­tré bei Laon in Frank­reich auf­ge­ho­ben wor­den. Ledig­lich in Öster­reich über­leb­ten die Prä­mon­stra­ten­ser Anfang des 19. Jahr­hun­derts. Von dort aus wur­de der Orden neu auf­ge­baut, sodaß 1869 wie­der ein Gene­ral­abt gewählt wer­den konn­te. 1872 kehr­te der Orden auch nach Eng­land zurück. Mit dem St. Phil­ipps-Prio­rat leben und wir­ken Prä­mon­stra­ten­ser nach 472 Jah­ren auch wie­der in Essex.

(praemonstratensis/GN, Bild: pra­e­mon­stra­ten­sis)