Erzbischof Marx: „Nichts verschweigen, nichts vertuschen, der Wahrheit ins Auge sehen“ — Gläubige werden um Gebet gebeten

(Mün­chen) Ange­sichts der jüngst öffent­lich gewor­de­nen Miß­brauchs­fäl­le in der Bene­dik­ti­ner­ab­tei Ettal und ande­ren katho­li­schen Ein­rich­tun­gen hat der Erz­bi­schof von Mün­chen und Frei­sing, Rein­hard Marx, die Kir­che zu Umkehr, geist­li­cher Erneue­rung und Auf­klä­rung der Vor­fäl­le auf­ge­ru­fen. „Mit Bestür­zung und Scham müs­sen wir fest­stel­len, daß in der Mit­te der Kir­che, in der Gemein­schaft der Gläu­bi­gen, vie­les gesche­hen ist, was wir mit Schrecken wahr­neh­men“, sag­te Marx zur Eröff­nung eines Got­tes­dien­stes im über­füll­ten Münch­ner Lieb­frau­en­dom am Sonn­tag­nach­mit­tag, bei dem Mon­si­gno­re Wolf­gang Bischof zum Weih­bi­schof der Erz­diö­ze­se geweiht wur­de.

Er habe sich in den ver­gan­ge­nen Wochen immer wie­der gefragt, was in die­sen schwe­ren Stun­den der Anruf des Herrn sei. „Es ist der Auf­ruf zur Umkehr, zur geist­li­chen Erneue­rung, zur Ver­tie­fung. Aber auch dazu, nichts zu ver­schwei­gen, nichts zu ver­tu­schen, der Wahr­heit ins Auge zu sehen und dann den Weg in die Zukunft zu gehen“, so Marx wei­ter. Er bat die Gläu­bi­gen, „im Gebet die­sen Weg zu beglei­ten und all denen zu hel­fen, beson­ders den Bischö­fen, Prie­stern und Ordens­leu­ten, die in Treue, Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein und mit gro­ßer Über­zeu­gungs­kraft ihren Dienst tun“.

(PM)