„Jahre der Wahrheit“ für die Kirche — Erzbischof von Utrecht analysiert Zustand der Kirche in den Niederlanden

(Utrecht) Erz­bi­schof Wil­lem Jaco­bus Eijk, beschrieb laut dem Inter­net­por­tal Katho­liek Neder­land in einem Inter­view mit De Tele­graaf sei­ne Visio­nen über die Zukunft der Kir­che in den Nie­der­lan­den.

Dem­nach wer­de sich die Abkehr der Gläu­bi­gen von der Kir­che erst in zehn Jah­ren sta­bi­li­sie­ren. Der Anteil der Katho­li­ken in den Nie­der­lan­den wer­de von der­zeit 16 auf zehn Pro­zent sin­ken. 1000 Kir­chen wür­den noch geschlos­sen, dar­un­ter 600 pro­te­stan­ti­sche und 400 katho­li­sche Häu­ser. Bevor man die­se aber in eine Moschee umwan­de­le, sol­le man die­se lie­ber abrei­ßen, sofern sie nicht unter Denk­mal­schutz ste­hen.

Der Erz­bi­schof sucht kei­nes­falls den Schul­di­gen im System der Kir­che, dem Zöli­bat, dem Ver­bot der Frau­en­or­di­na­ti­on oder gar der Unfä­hig­keit zur Glau­bens­ver­kün­di­gung durch die Gläu­bi­gen. Viel­mehr bezeich­net er die kom­men­den zehn Jah­re als die „Jah­re der Wahr­heit“ für die Kir­che. Die Katho­li­ken, die sich in zehn Jah­ren noch zu ihrem Glau­ben beken­nen wür­den, sei­en auf der Suche nach einem authen­ti­schen Glau­ben.

(JB; Foto: Caro­lus)