Malaysia: Acht Moslems wegen anti-christlicher Angriffe verhaftet – „Regierung will Vertrauen zurückgewinnen“

(Kua­la Lum­pur) Der Streit um den Gebrauch des Wor­tes „Allah“ für Gott auch durch Chri­sten hält Malay­sia wei­ter­hin in Atem. Die Poli­zei ver­haf­te­te inzwi­schen acht jun­ge Män­ner zwi­schen 21 und 25 Jah­ren. Sie wer­den ver­däch­tigt, an den anti-christ­li­chen Aus­schrei­tun­gen betei­ligt gewe­sen zu sein. Ein wei­te­rer jun­ger Mann war bereits unmit­tel­bar nach den Anschlä­gen auf meh­re­re Kir­chen fest­ge­nom­men wor­den.

Die Ver­haf­tun­gen wer­den von katho­li­scher Sei­te als „posi­ti­ves Zei­chen“ gewer­tet, das zei­ge, daß die Regie­rung bemüht sei, „Ver­trau­en zurück­zu­ge­win­nen“, berich­tet die Pres­se­agen­tur Fides.

In den letz­ten Tagen hat­te der Mini­ster für die Bezie­hun­gen zum Par­la­ment den Erz­bi­schof von Kua­la Lum­pur, Msgr. Mur­phy Paki­am, ange­grif­fen: „Es war die Kir­che, die uns vor Gericht gezerrt hat. Die Pha­se des Dia­logs ist been­det.“ Die Chri­sten wei­sen die Kri­tik zurück und erin­nern dar­an, daß es gera­de die katho­li­sche Kir­che war, die in der Ver­gan­gen­heit mehr­fach erfolgs­los ver­such­te, die Regie­rung für einen kon­kre­ten Dia­log zu gewin­nen.

Die Vor­gangs­wei­se der Regie­rung bleibt wider­sprüch­lich. Par­al­lel zu den Angrif­fen ein­zel­ner Regie­rungs­mit­glie­der wur­de der Gebrauch des Wor­tes „Allah“ auch durch Chri­sten in den Bun­des­staa­ten Penang, Sabah und Sara­wak zuge­las­sen. In allen Staa­ten Sabah und Sara­wak auf Bor­neo leben star­ke christ­li­che Gemein­schaf­ten. Sie stel­len 47 Pro­zent der Bevöl­ke­rung und damit die stärk­ste Gemein­schaft. Penang ist hin­ge­gen der ein­zi­ge Bun­des­staat der kon­ti­nen­ta­len Halb­in­sel, in dem die Malai­en nicht die Bevöl­ke­rungs­mehr­heit stel­len. 42 Pro­zent sind Chi­ne­sen, 40 Pro­zent Malai­en und 11 Inder. Die Chi­ne­sen sind zum größ­ten Teil Bud­dhi­sten oder Chri­sten, wäh­rend die Malai­en, wie von der Ver­fas­sung Malay­si­as vor­ge­schrie­ben, auto­ma­tisch als Mos­lems gel­ten.

(Fides/GN)