Mongolei setzt Todesstrafe aus – Katholische Kirche „sehr erfreut“

(Ulan Bator) Die Mon­go­lei beschloß mit einem Dekret des Staats­prä­si­den­ten ein Mora­to­ri­um der Todes­stra­fe, wie Mis­na berich­tet. Der Staats­prä­si­dent des zen­tral­asia­ti­schen Lan­des, Tsakhia Elbe­gdo­rij, teil­te dem Par­la­ment sei­ne Ent­schei­dung mit und ersuch­te die­ses, inner­halb eines Jah­res die dau­er­haf­te Abschaf­fung der Todes­stra­fe zu beschlie­ßen. Die Todes­stra­fe soll­te durch eine Gefäng­nis­stra­fe von 30 Jah­ren ersetzt wer­den.

In der Mon­go­lei wur­de die Zahl der zum Tode Ver­ur­teil­ten bis­her als Staats­ge­heim­nis gehü­tet. Es ste­hen kei­ne Zah­len­an­ga­ben zu den Hin­rich­tun­gen oder Todes­ur­tei­len zur Ver­fü­gung. Staats­prä­si­dent Elbe­gdo­rij begrün­de­te sei­nen Schritt damit, daß „die mei­sten Län­der der Erde die Todes­stra­fe abge­schafft“ haben. „Wir müs­sen die­sem Bei­spiel fol­gen und die­se Stra­fe aus dem Straf­ge­setz­buch strei­chen, die die Men­schen­wür­de belei­digt.“

Die katho­li­sche Kir­che begrüß­te den Schritt. „Wir sind froh über die­ses Mora­to­ri­um und hof­fen auf die gänz­li­che Abschaf­fung der Todes­stra­fe“, erklär­te P. Erne­sto Vis­car­di, der in Ulan Bator als Mis­sio­nar und als stell­ver­tre­ten­der Apo­sto­li­scher Prä­fekt wirkt.

(Asianews/GN)