Pius XII. und Johannes Paul II. waren Verteidiger des Lebens und Friedensstifter — Aus einem indischen Karmel

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Pius XII. Bild: Archiv

(Mum­bai) Johan­nes Paul II.und Pius XII. „haben ihre Zeit geprägt, indem sie das Leben ver­tei­dig­ten und den Frie­den för­der­ten“. Sr. Mary Joseph ist „vol­ler Freu­de und Dank­bar­keit gegen­über Gott“, daß den bei­den Päp­sten am 19. Dezem­ber der heroi­sche Tugend­grad zuer­kannt wur­de. Die indi­sche Kar­mel­tin kom­men­tier­te aus ihrem Kar­mel in Andhe­ri East in Mum­bai die Ent­schei­dung von Papst Bene­dikt XVI.

Gegen­über der Nach­rich­ten­agen­tur Asia­news erklär­te die Ordens­frau: „Wäh­rend die Kul­tur des Todes schritt­wei­se die moder­ne Gesell­schaft zer­setzt, haben die­se bei­den Päp­ste die Kul­tur des Lebens geför­dert und die Hei­lig­keit des Lebens ver­tei­digt: Papst Pius XII. durch sein Werk der Ver­tei­di­gung und der Ret­tung der euro­päi­schen Juden und Papst Johan­nes Paul II., indem er sei­ne Stim­me gegen die Bru­ta­li­tät der Abtrei­bung und der Eutha­na­sie erhob.“

„Wir in Klau­sur leben­den Kar­me­li­tin­nen haben immer und mit Nach­druck für Papst XII. gebe­tet, den Papst, der die Kir­che in der Zeit des Zwei­ten Welt­krie­ges führ­te, die­sen gro­ßen Papst, der das Leben vie­ler euro­päi­scher Juden ret­te­te und den­noch nach­träg­lich die Ver­leum­dung und Unge­rech­tig­keit fal­scher Ankla­gen erlei­den muß­te, er habe nichts getan.“

Ange­sichts der neu­ent­flamm­ten Pole­mi­ken durch einen Teil der jüdi­schen Welt stell­te Sr. Mary fest: „Es ist eine wohl­do­ku­men­tier­te Wahr­heit, daß Papst Pius XII. wäh­rend der natio­nal­so­zia­li­sti­schen und faschi­sti­schen Herr­schaft die größ­te Ret­tungs­ak­ti­on in der Geschich­te der katho­li­schen Kir­che orga­ni­sier­te. Wäh­rend des Zwei­ten Welt­krie­ges war sein Pon­ti­fi­kat wie ein Leucht­turm der Hoff­nung für Chri­sten und Nicht-Chri­sten. Mit der ‚Diplo­ma­tie‘ ret­te­te er Tau­sen­de von Juden und Chri­sten vor den Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern, wo ‚Kon­flikt‘ nichts bewir­ken hät­te kön­nen. Wir müs­sen der Got­tes­mut­ter Maria dan­ken für die gro­ße Ehre und Gerech­tig­keit, die unse­rem Papst Pius XII. durch die Zuer­ken­nung des heroi­schen Tugend­gra­des zuteil wur­de.“

Mit Blick auf Papst Johanns Paul II. erin­nert Sr. Mary Joseph dar­an, wie kost­bar die­sem die Klaus­ur­klö­ster gewe­sen sei­en: „Er ließ sogar eines inner­halb des Vati­kans errich­ten.“ Bei­den Päp­sten gemein­sam war ihr Ein­satz für Frie­den und Gerech­tig­keit. Der Wap­pen­spruch Pius XII. lau­te­te Opus justi­tiae pax, der Frie­den ist Frucht der Gerech­tig­keit. Johan­nes Paul II. „trug durch sei­nen uner­müd­li­chen Ein­satz für die Wür­de der Men­schen wesent­lich zum Zusam­men­bruch der kom­mu­ni­sti­schen Herr­schaft bei“.

(Asianews/GN)