Kirchenaustritte: Die Piusbruderschaft erklärt, was eigentlich jeder weiß

(Stutt­gart) Der Distrik­t­o­be­rer Pater Franz Schmid­ber­ger erklärt in einer heu­te auf der Web-Sei­te der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. ver­öf­fent­li­chen Stel­lungs­nah­me den tat­säch­li­chen Grund für die hohe Zahl der Aus­trit­te aus der katho­li­schen Kir­che im Jahr 2008.

Wört­lich heißt es: „Die Aus­trit­te in Deutsch­land aus der katho­li­schen Kir­che sind im Jahr 2008 dra­stisch gestie­gen, von 93.667 auf 121.155; im Jah­re 2006 waren es noch 84.389. Grund dafür ist die weit­ge­hen­de Ver­fla­chung des Glau­bens, die Pro­fil­lo­sig­keit der Kir­che in Deutsch­land, das aggres­si­ve Vor­drin­gen des Säku­la­ris­mus und der man­geln­de mis­sio­na­ri­sche Ein­satz bei wei­ten Tei­len der Hier­ar­chie.

Glau­bens­star­ke Katho­li­ken keh­ren der Kir­che nicht den Rücken, auch nicht in Zei­ten des wirt­schaft­li­chen und finan­zi­el­len Ein­bruchs. Aber kein Bischof in Deutsch­land hat bis zur Stun­de ein Pro­gramm zur Rück­ge­win­nung Nicht­prak­ti­zie­ren­der oder Aus­ge­tre­te­ner ent­wickelt oder eine flä­chen­decken­de glau­bens­treue Kate­che­se in sei­ner Diö­ze­se orga­ni­siert. Lei­se­tre­te­rei und Hasen­fü­ßig­keit statt Neue­van­ge­li­sie­rung sind an der Tages­ord­nung. Der Ero­si­ons­pro­zeß wird dar­um wei­ter­ge­hen.

Als pro­pa­gan­di­sti­sche Ablen­kung vom eige­nen Ver­sa­gen ent­puppt sich damit übri­gens die Behaup­tung nam­haf­ter Ver­tre­ter des deut­schen Epi­sko­pa­tes zu Anfang die­ses Jah­res, das muti­ge und väter­li­che Ent­ge­gen­kom­men von Papst Bene­dikt XVI. der Pius­bru­der­schaft gegen­über hät­te die Zahl der Aus­trit­te anstei­gen las­sen: Die jet­zi­gen ver­öf­fent­lich­ten Zah­len spre­chen vom Jahr 2008; die Ver­söh­nungs­ge­ste des Hei­li­gen Vaters wur­de am 24. Janu­ar 2009 der Öffent­lich­keit bekannt.“

(PM/JF)