Irak: Drei Christen in Kirkuk ermordet

(Kir­kuk) Bei zwei Anschlä­gen auf Chri­sten im nord­ira­ki­schen Kir­kuk wur­den am 26. April zwei Frau­en und ein 17-jäh­ri­ger Mann ermor­det. Bei den Toten han­delt es sich um Suzan Latif David und ihre Schwie­ger­mut­ter Muna Ban­na David aus dem Wohn­be­zirk Domeez. Im Wohn­vier­tel 1. Juni in Kir­kuk wur­den You­sif Shab und sei­ne bei­den Söh­ne Basil und Tha­mir ange­grif­fen. Der 17-jäh­ri­ge Basil starb; sein Vater sowie sein Bru­der wur­den ver­letzt, sind aber außer Lebens­ge­fahr. Nähe­re Hin­ter­grün­de zu den ver­meint­lich ter­ro­ri­sti­schen Angrif­fen sind noch nicht bekannt.

Alle Opfer waren chaldä­isch-katho­li­sche Chri­sten. Die Beer­di­gung fand am Mon­tag, dem 27. April, in der Jesus Heart Chal­de­an Cathe­dral in Kir­kuk statt. Lou­is Sako, Bischof von Kir­kuk, ver­ur­teil­te in sei­ner Trau­er­re­de die Angrif­fe, die gezielt die „Gemein­de in Kir­kuk spal­ten“ sol­len. Er bat die Bevöl­ke­rung, die Poli­zei und die Sicher­heits­kräf­te bei der Auf­klä­rung der Taten zu unter­stüt­zen. Wie die Poli­zei vom Domeez mit­teil­te, wur­den neun mut­maß­li­che Ter­ro­ri­sten, die mit den Mor­den in Ver­bin­dung ste­hen sol­len, ver­haf­tet. Einer der Män­ner stammt aus der Regi­on Rama­di west­lich von Bag­dad und unter­hält Ver­bin­dun­gen zum Ter­ror­netz­werk Al-Qai­da. Er soll bereits sie­ben ter­ro­ri­sti­sche Anschlä­ge ver­übt haben. Laut einem Poli­zei­be­am­ten soll er über die Anschlä­ge auf die Chri­sten vom 26. April infor­miert gewe­sen sein.

(Open Doors)