Am Sonntag werden fünf Selige heilig gesprochen

(Vati­kan) Am Sonn­tag fin­det auf dem Peters­platz eine Hei­li­ge Mes­se mit Papst Bene­dikt XVI. statt, bei dem fünf Seli­ge hei­lig­ge­spro­chen wer­den.

Hei­lig wer­den gespro­chen: Arcan­ge­lo Tadi­ni, (1846–1912), Prie­ster, Grün­der des Schwe­stern­or­dens vom Hei­li­gen Haus von Naza­reth. Ber­nar­do Tolo­m­ei (1272–1348), Abt, Grün­der der Kon­gre­ga­ti­on von der hei­li­gen Maria vom Mon­te Oli­ve­to des Ordens des hei­li­gen Bene­dikt. Ursprüng­lich hieß er Johan­nes, nahm aber spä­ter aus Ver­eh­rung des hei­li­gen Bern­hards von Clairvaux den Namen Bern­hard an. Er stu­dier­te Rechts­wis­sen­schaft und war in der Poli­tik der Stadt Sie­na aktiv enga­giert tätig. Im Jahr 1313 ver­ließ er mit zwei Freun­den Sie­na, das vom Streit der Par­tei­en zer­ris­sen war, und zog sich in die Ein­sam­keit von Acco­na (Diö­ze­se Arez­zo) zurück. Ihm folg­ten ande­re Män­ner, die den Wunsch hat­ten, in einer klei­nen Grup­pe ein Leben aus dem Gebet und der Buße zu füh­ren. Des­halb ging Bern­hard zum Bischof von Arez­zo, um sich von ihm eine Ordens­re­gel geben zu las­sen. Die­ser wil­lig­te ein und gab ihm 1319 die Regel des hei­li­gen Bene­dikt. Auch erlaub­te er ihm, das Klo­ster San­ta Maria di Mon­te Oli­ve­to zu grün­den. Die­ses Klo­ster wur­de zum Aus­gangs­punkt des Oli­ve­ta­ner­or­dens, des Ordens der „Wei­ßen Bene­dik­ti­ner“.

Nuno De San­ta Maria àlvares Perei­ra (1360–1431), por­tu­gie­si­scher Heer­füh­rer und Mit­glied des Kar­me­li­ten­or­dens; er stamm­te aus dem Hoch­adel und war Ober­be­fehls­ha­ber der por­tu­gie­si­schen Armee. Nach dem Tod sei­ner Frau trat er 1423 in das von ihm gestif­te­te Klo­ster des Kar­mel in Lis­sa­bon ein. Dort ver­rich­te­te er die ein­fach­sten Arbei­ten und führ­te ein Leben der Buße und des Gebe­tes, das von tie­fer Mari­en­ver­eh­rung geprägt war.

Gel­tru­de Comen­so­li (1847–1903), Grün­de­rin des Insti­tuts der Schwe­stern vom Sakra­ment (Sakra­men­ti­ne­rin­nen von Ber­ga­mo) zur immer­wäh­ren­den Anbe­tung und Erzie­hung ver­las­se­ner Mäd­chen. Die Kon­gre­ga­ti­on zählt heu­te 1.400 Schwe­stern und unter­hält 115 Häu­ser in Ita­li­en, Ame­ri­ka und in Mis­si­ons­ge­bie­ten.

Cate­ri­na Volpi­cel­li (1839–1894), Grün­de­rin der Kon­gre­ga­ti­on der Die­ne­rin­nen vom Hei­li­gen Her­zen; Sie trat 1858 in das Insti­tut der Ado­ra­t­ri­ci del San­tis­si­mo Sacra­men­to ein, daß sie jedoch auf­grund einer schwe­ren Erkran­kung bald wie­der ver­las­sen muß­te. Cate­ri­na wid­me­te sich daher ver­stärkt dem Gebets­apo­sto­lat. Sie sam­mel­te eini­ge gleich­ge­sinn­te jun­ge Frau­en um sich und grün­de­te mit ihnen am 1. Juli 1874 ihr Insti­tut. Die Kon­gre­ga­ti­on folgt der Regel des Drit­ten Ordens des hei­li­gen Fran­zis­kus und erhielt am 13. Juni 1890 die päpst­li­che Aner­ken­nung. Cate­ri­na Volpi­cel­li starb am 28. Dezem­ber 1894 in Nea­pel. Sie wur­de am 29. April 2001 selig gespro­chen.

(JB)