Publizist Giordano: Keine Scheu vor Islamkritik

(München/ Köln) Wegen dem Ver­dacht der Bil­dung einer kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung, der Unter­stüt­zung von Isla­mi­sten, des Betrugs, der Urkun­den­fäl­schung und der Geld­wä­sche, ermit­telt die Münch­ner Staats­an­walt­schaft gegen Funk­tio­nä­re der Isla­mi­schen Gemein­schaft in Deutsch­land und der Orga­ni­sa­ti­on Mil­li Görüs. Unter ihnen ist auch Deutsch­lands „Herr der Moscheen“, Ibra­him Zayad. Mil­li Görüs wird schon seit gerau­mer Zeit vom Ver­fas­sungs­schutz beob­ach­tet. Für Ralph Gior­da­no sind die­se Vor­wür­fe ein ein­deu­ti­ges Zei­chen dafür, wie „destruk­tiv“ der poli­ti­sche Islam in Deutsch­land am Werk ist.

Den frei­heit­li­chen Errun­gen­schaf­ten des demo­kra­ti­schen Ver­fas­sungs­staa­tes ste­he der poli­ti­sche Islam feind­lich gegen­über und die mus­li­mi­sche Min­der­heit in Deutsch­land täte gut dar­an, sich von die­ser Strö­mung zu distan­zie­ren. Gera­de­zu „blau­äu­gig“ sei die Ein­be­ru­fung einer Islam­kon­fe­renz, „an deren Tisch in Gestalt mus­li­mi­scher Ver­bands­funk­tio­nä­re poten­zi­el­le Zer­stö­rer der demo­kra­ti­schen Repu­blik sit­zen“.

Von den deut­schen Bür­gern for­dert er, end­lich „Klar­text“ zu spre­chen: „Schluß gemacht mit der deut­schen Scheu, ja, der deut­schen Feig­heit, Kri­tik am Islam und dem infla­tio­nä­ren Bau von Groß­mo­scheen zu üben.“ In Deutsch­land wer­de jede Hin­ter­fra­gung des Islam in eine Belei­di­gung ver­fälscht. Ein „Tot­schlag­ar­gu­ment“ der Poli­ti­cal Cor­rect­ness „deut­scher Pau­schalum­ar­mer“ lau­te etwa: „Wer sich islam­kri­tisch äußert, ist ein Ras­sist und macht die Sache der Nazis von heu­te“.

Mit dem moder­nen judäo-christ­li­chen und dem sta­gnie­ren­den isla­mi­schen Kul­tur­kreis stün­den sich zwei Sphä­ren mit höchst unter­schied­li­chem Ent­wick­lungs­stand gegen­über. „Ibra­him El-Zayad“ und „Mil­li Görüs“ sei­en nur die Code­wör­ter eines weit grö­ße­ren Kon­flikts. „In die­ser Aus­ein­an­der­set­zung sehe ich mich an der Sei­te kri­ti­scher Mus­li­me wider die deut­sche Duck­mäu­se­rei“, schreibt Gior­da­no.

Ralph Gior­da­no wur­de 1923 in Ham­burg gebo­ren und ist Jour­na­list, Schrift­stel­ler und Regis­seur. Als Jude war er wäh­rend des Nazi­re­gimes Ver­fol­gun­gen und Dis­kri­mi­nie­run­gen aus­ge­setzt. Immer wie­der äußert er sich kri­tisch gegen­über dem Islam in Deutsch­land und setz­te sich zuletzt mas­siv gegen den Zen­tral­mo­schee­bau in Köln ein.

(PRO)