10.000 Menschen forderten die Wiedereinführung der therapeutischen Abtreibung abzulehnen

(Mana­gua) Tau­sen­de Katho­li­ken nah­men mit zahl­rei­chen Bischö­fen und dem Apo­sto­li­schen Nun­ti­us am gest­ri­gen 25. März anläß­lich des Tags des unge­bo­re­nen Lebens in Esteli an einem Marsch für das Leben teil. Höhe­punkt der Kund­ge­bung war ein Got­tes­dienst im Frei­en in der Nähe der Kathe­dra­le von Esteli, rund 149 Kilo­me­ter nörd­lich von Mana­gua. Die Teil­neh­mer woll­ten damit vor allem für das Leben und gegen den Tod demon­strie­ren. Nach Anga­ben der Ver­an­stal­ter nah­men über 10.000 Men­schen an der Kund­ge­bung teil.

In sei­ner Pre­digt beton­te Bischof Abel­ar­do Mata, daß „vie­le auf der einen Sei­te sich zwar als Men­schen­rechts­kämp­fer bezeich­nen, auf der ande­ren Sei­te jedoch für Abtrei­bun­gen ein­tre­ten“. Der Bischof erin­ner­te auch dar­an, daß man die Frau­en ach­ten soll und damit auch ihren gan­zen Kör­per, „was aber mit sich bringt, daß man nicht nur sagt, mein Kör­per gehört mir, son­dern auch den Plan des eige­nen Schöp­fers berück­sich­tigt“.

Wie der Lei­ter des Nica­ra­gua­ni­schen Ver­ban­des für Men­schen­rech­te (ANPDH), Rober­to Petray mit­teilt, wur­de anläß­lich des Tages des unge­bo­re­nen Lebens auch eine Bot­schaft an all die­je­ni­gen ver­sandt, die für die Wie­der­ein­füh­rung von the­ra­peu­ti­schen Abtrei­bun­gen ein­tre­ten und die man dar­an erin­ner­te, daß das Recht auf Leben unver­letz­bar blei­ben muß.

Im Rah­men der Wahl­kam­pa­gne für die Prä­si­dent­schafts­wahl 2006 wur­de infol­ge einer Peti­ti­on der katho­li­schen und der evan­ge­li­schen Kir­che vom Par­la­ment des Lan­des die the­ra­peu­ti­sche Abtrei­bung abge­schafft, die bis dahin im Straf­ge­setz­buch des Lan­des seit über einem Jahr­hun­dert im Fall der gesund­heit­li­chen Gefähr­dung der Mut­ter vor­ge­se­hen war.

Der Ver­band der Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen ANPDH for­dert vom Ober­sten Gerichts­hof des­halb die Ableh­nung der the­ra­peu­ti­schen Abtrei­bung im Rah­men eines Beru­fungs­ur­teils, das infol­ge einer Kla­ge einer Grup­pe von Frau­en erge­hen wird, die die­ses Ver­bot als ver­fas­sungs­wid­rig bezeich­nen. „Wir set­zen uns für das Leben der Wehr­lo­sen ein“, so Petray.

(Fides)