Europäischer Menschenrechtsgerichtshof verurteilt Türkei im Rechtsstreit griechisch-orthodoxer Kläger aus Tenedos

(Straß­burg) Mit Erfolg hat die Stif­tung einer grie­chisch-ortho­do­xen Kir­che auf der Ägä­is-Insel Tene­dos (türk. Boz­caa­da) den Euro­päi­schen Gerichts­hof für Men­schen­rech­te (EMRG) ange­ru­fen, nach­dem sich das zustän­di­ge tür­ki­sche Gericht gewei­gert hat­te, Land­be­sitz, der der Stif­tung gehört, unter deren Namen ein­zu­tra­gen. In ekla­tan­ter Ver­let­zung der Min­der­hei­ten­schutz­be­stim­mun­gen des Lau­san­ner Ver­tra­ges war die grie­chisch-ortho­do­xe Bevöl­ke­rung der Insel in frü­he­ren Jahr­zehn­ten durch geziel­te Unter­drückung und Ein­schüch­te­rung dezi­miert wor­den. Jetzt ver­füg­te der EMRG, daß die Tür­kei der reli­giö­sen Stif­tung einen Scha­dens­er­satz von 105.000 EUR ein­schließ­lich der Ver­fah­rens­ko­sten erstat­ten müs­se, weil sie gegen Art. 1 (Schutz des Eigen­tums) ver­sto­ßen habe.

(AGA)