Christus lenkt die Kirche nicht die Menschen – Kardinal Cottier zum Primat des Papstes

(Rom) „Das Gebet für den Papst rei­nigt den Blick auf die Hei­li­ge Kir­che, um im Geheim­nis des Sakra­ment ihre wirk­li­che Natur zu erken­nen.“ Mit die­sen Wor­ten bekräf­tig­te der Schwei­zer Kar­di­nal Geor­ges Marie Cot­tier OP die Bit­te des Hei­li­gen Vaters, ihn im Gebet und durch die Mit­hil­fe im Petrus­amt zu unter­stüt­zen. Gleich­zei­tig habe der Papst das „authen­ti­sche Pro­fil des päpst­li­chen Pri­mats“ in der Kir­che in Erin­ne­rung geru­fen.

Kar­di­nal Cot­tier, Her­aus­ge­ber der Zeit­schrift Nova et vete­ra, erin­ner­te in sei­ner Stel­lung­nah­me gegen­über der Tages­zei­tung Avve­ni­re“ dar­an, daß in jeder Hei­li­gen Mes­se für den Papst gebe­tet wer­de: „Die­ses Beten ist ein Akt der Lie­be und des Gehor­sams gegen­über Chri­stus und sei­ner Kir­che, denn der Nach­fol­ger von Petrus ist Chri­sti Stell­ver­tre­ter in die­ser Welt“. Aber auch im per­sön­li­chen Gebet soll­ten die Chri­sten für den Hei­li­gen Vater beten. Das Gebet für den Papst hel­fe den Men­schen sich stets dar­an zu erin­nern, daß Leben und Ein­heit der Kir­che durch die Vor­se­hung wach­sen, so der Dome­ni­ka­ner. „Indem wir uns der All­macht und Lie­be Got­tes anver­trau­en, erken­nen wir, daß Chri­stus es ist, der die Kir­che lenkt und nicht wir“, so Kar­di­nal Cot­tier mit Blick auf ein fal­sches Kir­chen­ver­ständ­nis. Wenn man bei den mensch­li­chen und welt­li­chen Din­gen der Kir­che ste­hen­blei­be, wer­de man nie das Geheim­nis der einen, hei­li­gen, katho­li­schen und apo­sto­li­schen Kir­che erfas­sen kön­nen. „In Gott erken­nen wir die wah­re Rea­li­tät der Kir­che, nicht durch die Sozio­lo­gie“, so der Kar­di­nal.

(Avvenire/JF)