Das Veto des Staatspräsidenten gegen die Legalisierung von Abtreibungen wird als „Lektion für Politiker in Sachen Lebensschutz “ betrachtet

(Mon­te­vi­deo) „Eine Wah­re Lek­ti­on für Latein­ame­ri­ka“: mit die­sen Wor­ten bezeich­ne­te die stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Perua­ni­schen Kon­greß­es, Fabio­la Mora­li, das Veto des uru­ga­ya­ni­schen Staats­prä­si­den­ten, Dr. Taba­ré Vasquez, gegen einen ent­spre­chen­den Gesetz­ent­wurf zur Lega­li­sie­rung von Abtrei­bun­gen.

In der Tat, so die stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­den des perua­ni­schen Kon­gres­ses „hat Vasquez, indem er von der Ver­fas­sung Gebrauch mach­te dem enor­men Druck sei­ner eige­nen Par­tei aus­ge­setzt, die den Gesetz­ent­wurf ein­stim­mig befür­wor­tet hat­te“.

Frau Mora­li erin­nert auch dar­an, daß „Vasquez seit sei­nem Amts­an­tritt 2005 bei ver­schie­de­nen Gele­gen­hei­ten beton­te, er wer­de die Libe­ra­li­sie­rung von Abtrei­bun­gen in kei­nem Fall zustim­men. Im März 2006 droh­te er sogar mit der Auf­lö­sung des Par­la­ments in die­sem Zusam­men­hang“. Weni­ge Mona­te vor Ablauf sei­nes Man­dats „und ohne siche­re Unter­stüt­zung für eine even­tu­el­le erneu­te Kan­di­da­tur dach­ten die Abtrei­bungs­be­für­wor­ter wohl, daß Vasquez dem Druck nicht stand­hal­ten wür­de“, was jedoch nicht der Fall war.

Aus die­sem Grund erin­nert Fabio­la Mora­li vor allem an das „kon­se­quen­te Han­deln und das unver­züg­li­che Veto“, die bereits aus­reich­ten, um „kon­se­quen­tes poli­ti­sches Han­deln unter Beweis zu stel­len, das es in der heu­ti­gen Zeit nur sel­ten gibt.“

Außer­dem sei­en „die gesetz­li­chen und poli­ti­schen Erklä­run­gen des Vetos des uru­gua­ya­ni­schen Prä­si­den­ten eine wah­re Lek­ti­on für Poli­ti­ker in Sachen Lebens­schutz “.

Auch Bischof Pablo Galim­ber­ti von Sal­to bezeich­ne­te die Geste des Staats­ober­haupts als „viel ver­spre­chend“. Es hand­le sich um ein „Ja zum Men­schen­le­ben von sei­nen ersten Herz­schlä­gen an. Ein Ja zu den noch unge­bo­re­nen Kin­dern, die ermu­tigt durch die­se Geste zur Welt kom­men wer­den. Ein Ja zu den Müt­tern, die sich der eige­nen Ver­ant­wor­tung für die Schwan­ger­schaft mehr bewußt sein wer­den“.

„Wenn das Men­schen­le­ben ent­wer­tet, mani­pu­liert und ver­han­delt wird“ – so der Bischof wei­ter, „ist das Erin­nern an das Recht des Unge­bo­re­nen dar­auf, zur Welt zu kom­men, von pro­phe­ti­scher Trag­wei­te. Und daß die Argu­men­te bio­lo­gi­scher, wis­sen­schaft­li­cher und phi­lo­so­phi­scher Art sind ist in der heu­ti­gen Zeit der Ver­wir­rung bewun­derns­wert.“

Hier­mit sei der Schutz des Lebens „end­lich Rea­li­tät gewor­den“, füg­te der Bischof abschlie­ßend hin­zu.

(Fides)
Sie­he auch:
Wort­laut des Vetos des uru­gua­ya­ni­schen Prä­si­den­ten