Internationaler Kongreß der Päpstlichen Akademie für das Leben tagt erstmals außerhalb Roms zum Thema „Die Person, Kultur des Todes und Kultur des Lebens“

(Ita­ci) In Ita­ci (Bra­si­li­en) fin­det vom 25. bis 28. Novem­ber der inter­na­tio­na­le Kon­gress zum The­ma „Die Per­son, Kul­tur des Todes und Kul­tur des Lebens“ statt, der von der Päpst­li­chen Aka­de­mie für das Leben in Zusam­men­ar­beit mit der Bra­si­lia­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz (CNBB) ver­an­stal­tet wird.

Erst­mals tagt damit ein sol­cher Kon­greß außer­halb Roms. Wie P. Ani­bal Gil Lopes, Mit­glied der Aka­de­mie betont, „ver­an­stal­tet die Päpst­li­che Aka­de­mie für das Leben jedes Jahr im Vor­feld der Gene­ral­ver­samm­lung einen Kon­greß. Bei einer der letz­ten Ver­samm­lun­gen wur­de dar­auf hin­ge­wie­sen, daß eine sol­che Refle­xi­on von grö­ße­rer pasto­ra­ler Trag­wei­te wäre, wenn sie im Rah­men ver­schie­de­ner Kon­gres­se in den ver­schie­de­nen Tei­len der Welt mul­ti­pli­ziert wür­de“.

In die­sem Sinn wur­de die Ver­an­stal­tung des Kon­gres­ses in Bra­si­li­en ange­regt. Außer­dem, so Bischof Dimas Lara Bar­bo­sa, Weih­bi­schof von Rio de Janei­reo und Sekre­tär der CNBB „ver­steht sich der Kon­greß als kon­kre­te Ant­wort auf das The­ma unse­rer Kam­pa­gne der Brü­der­lich­keit 2008 zum The­ma ‚Brü­der­lich­keit zum Schutz des Lebens – Ent­schei­de dich für das Leben’ dar.

Der Kon­greß wird sich mit den wich­tig­sten The­men der Bio­ethik, dar­un­ter die anthro­po­lo­gi­schen Grund­la­gen der Bio­ethik, die Sta­tus des mensch­li­chen Embry­os, Fami­lie und Erzie­hung im Hin­blick auf ein gesun­des Gefühls- und Sexu­al­le­ben. Nach Ansicht des CNBB-Gene­ral­se­kre­tärs wird die Teil­nah­me bra­si­lia­ni­scher und inter­na­tio­na­ler Dele­gier­ten eine wei­te­re Visi­on der inter­na­tio­na­len Lage und unse­rer Rea­li­tät in Latein­ame­ri­ka ver­mit­teln.“

Unter den The­men auf der Tages­ord­nung erin­nert P. Ani­bal ins­be­son­de­re an die Eutha­na­sie, „ein vor allem in Euro­pa sehr aktu­el­les The­ma, das auch in Bra­si­li­en zuneh­mend akut wird“, da „die stei­gen­de Lebens­er­war­tung bei gleich­zei­ti­gem Gebur­ten­rück­gang wirt­schaft­li­che Pro­ble­me und Woh­nungs­pro­ble­me mit sich bringt.

All die­se Pro­ble­me füh­ren zu einer Lega­li­sie­rung der Eutha­na­sie, wie dies bereits in ver­schie­de­nen Län­dern Euro­pas geschah“. Doch nach Ansicht von P. Ani­bal könn­te eine „gemein­sa­me Refle­xi­on das not­wen­di­ge Wis­sen ver­mit­teln, damit eine kla­re und über­zeu­gen­de Debat­te mög­lich ist“. In die­sem Sinn betrach­tet er den Kon­greß als „wich­ti­ge Hil­fe nicht nur für unser Land, son­dern für ganz Latein­ame­ri­ka“.

Bei dem Kon­greß sind Theo­lo­gen, Phi­lo­so­phen, Kran­ken­pfle­ger und Mit­ar­bei­ter des Gesund­heits­we­sens, diö­ze­sa­ne Kom­mis­sio­nen für den Schutz des Lebens und für Gerech­tig­keit und Frie­den ver­tre­ten.

(Fides)