Dissertation über Satanismus: Der Mensch setzt sich selbst seine Maßstäbe

(Würzburg/ Pas­sau) Sata­ni­sten beten nicht den Teu­fel an. Gemein­sa­mes Leit­mo­tiv aller Anhän­ger sei jedoch die Über­zeu­gung: „Der Mensch ist sein eige­ner Gott; er setzt sich selbst sei­ne eige­nen Maß­stä­be“, so Dag­mar Füg­mann in ihrer reli­gi­ons­wis­sen­schaft­li­chen Dis­ser­ta­ti­on die mit den Kul­tur­preis Bay­ern aus­ge­zeich­net wur­de. Mit die­sen Maß­stä­ben ste­hen sie oft gar nicht jen­seits aller Nor­men. „Die mei­sten Ansich­ten sind ziem­lich Main­stream“, sagt Fügmann.

Dag­mar Füg­manns Arbeit, wel­che die Bin­nen­per­spek­ti­ve von Sata­ni­sten erforscht, gilt als ein­zig­ar­tig im deutsch­spra­chi­gen Raum. Ihre Betreu­er ver­ga­ben dafür die Best­no­te „opus exi­mi­um“, zusam­men mit dem Pro­mo­ti­ons­kol­lo­qui­um wur­de ein „sum­ma cum lau­de“ Abschluß dar­aus. Die Eon Bay­ern AG hat der Wis­sen­schaft­le­rin dafür jetzt den Kul­tur­preis Bay­ern ver­lie­hen. Damit ver­bun­den ist ein Preis­geld von 4.000 Euro.

(PM/JF)