25 Jahre Charta der Familienrechte

(Mün­chen) Der Fami­li­en­bund der Katho­li­ken hat die Bedeu­tung der „Char­ta der Fami­li­en­rech­te“ unter­stri­chen, die vor 25 Jah­ren, am 22. Okt. 1983, vom Vati­kan her­aus­ge­ge­ben wur­de. Die Char­ta ent­hält eine Zusam­men­stel­lung von Rech­ten der Fami­lie, unter ande­rem aus der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te, der Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on und der katho­li­schen Sozi­al­leh­re.

Zu den Rech­ten, die die Char­ta ver­brieft, gehö­ren unter ande­rem:

  • die Frei­heit des Ein­zel­nen, sich für oder gegen Ehe und Fami­lie zu ent­schei­den (Arti­kel 1 bis 3);
  • der Schutz mensch­li­chen Lebens von der Zeu­gung an, auch vor Ein­grif­fen in das gene­ti­sche Erbe (Arti­kel 4)
  • den elter­li­chen Vor­rang bei der Kin­der­er­zie­hung und auch bei der Bil­dung: „Eltern haben das Recht auf Gewähr, daß ihre Kin­der nicht gezwun­gen wer­den, Schul­klas­sen zu besu­chen, die nicht in Über­ein­stim­mung ste­hen mit ihren eige­nen mora­li­schen und reli­giö­sen Über­zeu­gun­gen.“ (Arti­kel 5c)
  • das Recht auf mate­ri­el­le Ver­gü­tung der Arbeit in der Fami­lie (Arti­kel 10)
  • glei­che Rech­te für ein­ge­wan­der­te und ein­hei­mi­sche Fami­li­en (Arti­kel 12)

„In Deutsch­land sind die­se Rech­te noch lan­ge nicht alle umge­setzt. Der elter­li­che Ein­fluß auf die Bil­dung der Kin­der wird hier eher als Miß­stand denn als grund­le­gen­des Recht emp­fun­den. Dabei ist er auch in Arti­kel 26 der All­ge­mei­nen Men­schen­rech­te ver­brieft“, so der Lan­des­vor­sit­zen­der Dr. Johan­nes Schroe­ter.

(PM/JB)