Bombenanschlag auf Kirche in Mossul

(Göt­tin­gen) Die gewalt­tä­ti­gen Über­grif­fe auf assy­ro-chaldäi­sche Chri­sten in der nord­ira­ki­schen Stadt Mos­sul dau­ern noch immer an. Nach Infor­ma­tio­nen der Gesell­schaft für bedroh­te Völ­ker (GfbV) wur­de auf die Kir­che Mas­kan­ta im Süden der Stadt trotz höch­ster Sicher­heits­stu­fe für christ­li­che Insti­tu­tio­nen am Diens­tag ein Bom­ben­an­schlag ver­übt. Dabei wur­de das Tor der Kir­che zer­stört. Ver­letzt wur­de nie­mand. In den bei­den Wochen zuvor waren min­de­stens zwölf Chri­sten ermor­det wor­den.

Bis Mitt­woch­abend waren 2351 christ­li­che Fami­li­en nach Anga­ben des christ­li­chen Finanz­mi­ni­sters des auto­no­men nord­ira­ki­schen Bun­des­staa­tes Kur­di­stan, Sar­kis Aga­jan, vor dem geziel­ten Ter­ror gegen Ange­hö­ri­ge ihrer Reli­gi­ons­ge­mein­schaft aus Mos­sul geflo­hen. Sie such­ten in Dör­fern und klei­ne­ren Städ­te der angren­zen­den Nini­veh-Ebe­ne sowie in Ira­kisch- Kur­di­stan Schutz. In der Nini­veh-Ebe­ne stel­len die Chri­sten gemein­sam mit den mus­li­mi­schen und yezi­di­schen Kur­den sowie der klei­nen Volks­grup­pe der Scha­bak die Mehr­heits­be­völ­ke­rung.

In Mos­sul wur­de Medi­en­be­rich­ten zufol­ge am Mitt­woch der zwei­te Mann des Ter­ror­netz­wer­kes Al Kai­da, der Mar­ro­ka­ner Abu Kas­wa­rah, bei einem Feu­er­ge­fecht zwi­schen US-Trup­pen und Al-Kai­da-Ein­hei­ten getö­tet. Außer­dem wur­den vier Mit­glie­der der Ter­ror­grup­pe „Isla­mi­scher Staat des Irak“ von der ira­ki­schen Poli­zei fest­ge­nom­men. Ihnen wird vor­ge­wor­fen, für Anschlä­ge auf Chri­sten in Mosul ver­ant­wort­lich zu sein, gab Gene­ral Kha­lid Abdul Sattar, der offi­zi­el­le Spre­cher für der ira­ki­schen Armee in Mosul, bekannt.

(PM/JB)