Papst: Viele Gläubige begreifen Ablehnung der Verhütung nicht

(Vati­kan) Wenn es um das The­ma Ver­hü­tung geht, haben die Gläu­bi­gen „Schwie­rig­kei­ten“, die Leh­re der katho­li­schen Kir­che zu akzep­tie­ren. Die­se müs­se sich stär­ker ein­set­zen, damit die Men­schen „die Schön­heit der ehe­li­chen Lie­be“ begrei­fen, beton­te Papst Bene­dikt XVI. in einer Bot­schaft an die Teil­neh­mer eines Kon­gres­ses über das 40. Jubi­lä­um der Enzy­kli­ka „Huma­nae Vitae“ in Rom.

„Wir kön­nen uns fra­gen: War­um haben die Welt und auch vie­le Gläu­bi­gen so gro­ße Schwie­rig­kei­ten, die Bot­schaft der Kir­che zu begrei­fen, die die Schön­heit der ehe­li­chen Lie­be in ihrem natür­li­chen Aus­druck zeigt und ver­tei­digt?“, frag­te Joseph Ratz­in­ger in sei­ner Botschaft.

„Natür­lich scheint die tech­ni­sche Lösung auch bei den gro­ßen mensch­li­chen Fra­gen oft die ein­fach­ste. Sie ver­birgt jedoch die ursprüng­li­che Fra­ge, die den Sinn der mensch­li­chen Sexua­li­tät betrifft, damit ihre Aus­übung zum Aus­druck per­sön­li­cher Lie­be wird. Die Tech­nik kann nicht die Rei­fung der Frei­heit erset­zen, wenn Lie­be auf dem Spiel ist“, so der Papst.

Mit der Enzy­kli­ka „Huma­nae Vitae“ aus dem Jahr 1968 hat­te Papst Paul VI. — damals für vie­le über­ra­schend — die Ableh­nung der katho­li­schen Kir­che gegen­über der künst­li­chen Emp­fäng­nis­ver­hü­tung bekräftigt.

Die Enzy­kli­ka habe sich „mutig gegen die Strö­mung der domi­nie­ren­den Kul­tur gestellt und kraft­voll die Qua­li­tät der ehe­li­chen Lie­be betont, die frei von Ego­is­mus und offen für das Leben ist“, beton­te Bene­dikt XVI.

(stol)