Internationale Konferenz zum Thema HIV/Aids: „Die Position der Kirche im Hinblick auf Enthaltsamkeit und Treue ist ein wertvoller Beitrag zum Schutz des Lebens und der Gesundheit“

(Mexi­ko City) Die Kom­mis­si­on für Sozia­les (CEPS) der Mexi­ka­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz (CEM) ver­tritt die katho­li­sche Kir­che bei der XVII. Inter­na­tio­na­len Kon­fe­renz zum The­ma HIV/Aids, die vom 3. bis 8. August 2008 in Mexi­ko City statt­fin­det. An der inter­na­tio­na­len Kon­fe­renz, die alle zwei Jah­re statt­fin­det, neh­men rund 20.000 Exper­ten aus dem Gesund­heits­we­sen, Wis­sen­schaft­ler, Regie­rungs­ver­tre­ter, Jour­na­li­sten, Ver­tre­ter von Bewe­gun­gen und betrof­fe­ne Pati­en­ten sowie Reli­gi­ons­ver­tre­ter teil.

Die Kon­fe­renz soll vor allem dem Erfah­rungs­aus­tausch und der Ent­ste­hung von Kon­tak­ten auf ver­schie­de­nen Ebe­nen die­nen und über das Aus­maß der Epi­de­mie und Aktio­nen zur Bekämp­fung auf­klä­ren. Außer­dem ist die Kon­fe­renz Gele­gen­heit zur Prä­sen­ta­ti­on wis­sen­schaft­li­cher For­schungs­ar­bei­ten und zum kon­struk­ti­ven Dia­log im Hin­blick auf die Her­aus­for­de­rung einer glo­ba­len Ant­wort im Kampf gegen Aids.

Indem sie dar­an erin­nern, daß Ent­halt­sam­keit und Treue der Schlüs­sel im Kampf gegen HIV sind, erin­nern die mexi­ka­ni­schen Bischö­fe an die Anstren­gun­gen der Ärz­te im Dienst von Mil­lio­nen von Kran­ken. In die­sem Sinn möch­te die Abtei­lung für Sozia­les der Mexi­ka­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz in Zusam­men­ar­beit mit der Kom­mis­si­on für die Sozia­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel vor allem auf das Enga­ge­ment der Kir­che für die Kran­ken auf­merk­sam machen. „Ent­spre­chend unse­rer eige­nen Iden­ti­tät arbei­ten wir als CEPS vor allem für die För­de­rung, Stär­kung und Beglei­tung von Mit­glie­dern der Gesell­schaft und der Kir­che im Bemü­hen um die Ent­wick­lung der sozia­len Dimen­si­on des Glau­bens im Rah­men der Evan­ge­li­sie­rungs­tä­tig­keit der Kir­che“, so heißt in einer Ver­laut­ba­rung der Abtei­lung.

In die­sem Zusam­men­hang bezeich­net die CEPS die Posi­ti­on der Kir­che im Hin­blick auf Ent­halt­sam­keit und Treue als einen „wert­vol­len Bei­trag zum Schutz des Lebens und der Gesund­heit vie­ler Men­schen, die der brü­der­li­chen Unter­stüt­zung bedür­fen, die Grund­la­ge jeder Art von sozia­ler Gerech­tig­keit ist.“

Unter­des­sen führt die katho­li­sche Kir­che in Mexi­ko in Zusam­men­ar­beit mit der bischöf­li­chen Kom­mis­si­on für die Pasto­ral im Gesund­heits­we­sen, Fami­lie und Jugend die Kam­pa­gne „Hoff­nung auf Leben“ durch, die zur Bekämp­fung der Dis­kri­mi­nie­rung im Zusam­men­hang mit Aids bei­tra­gen soll. Ins­be­son­de­re kirch­li­che Ein­rich­tun­gen sol­len im Rah­men der Kam­pa­gne auf zu Soli­da­ri­täts­ak­tio­nen zum Wohl von HIV-Infi­zier­ten und Aids­kran­ken ange­regt wer­den.

Das Pro­jekt „Hoff­nung auf Leben“ wen­det sich des­halb auch kon­kret an die Mit­ar­bei­ter der Pasto­ral im Kran­ken­dienst und an die Ver­tre­ter des Stän­di­gen Rates der Cari­tas, an die Diö­ze­sen und Pfarr­ge­mein­den und an die Kran­ken und ihre Fami­li­en und nicht zuletzt an die gan­ze Gesell­schaft, der man bewußt machen möch­te, daß wir „in einer Welt mit HIV/Aids“ leben und alle betrof­fen sind.

(Fides)