NRW CDU gibt sich betroffen

(Köln) Der nord­rhein-west­fä­li­sche CDU-Poli­ti­ker Tho­mas Stern­berg hat dem Köl­ner Kar­di­nal Joa­chim Meis­ner nach des­sen Kri­tik an der Uni­on ein Frem­deln mit der Demo­kra­tie vor­ge­wor­fen. „Auch 20 Jah­re nach dem Fall der Mau­er ist Kar­di­nal Meis­ner immer noch nicht im Westen ange­kom­men“, sag­te der kul­tur­po­li­ti­sche Spre­cher der Düs­sel­dor­fer CDU-Land­tags­frak­ti­on dem Köl­ner Stadt-Anzei­ger. Ein demo­kra­ti­scher Staat, in dem Chri­sten sich bemüh­ten, „ihre Über­zeu­gung Poli­tik wer­den zu las­sen“, sei Meis­ner „immer fremd geblie­ben“, sag­te Stern­berg wei­ter, der auch zur Füh­rung des Zen­tral­ko­mi­tees der deut­schen Katho­li­ken gehört.

Meis­ner hat­te der CDU vor­ge­hal­ten, sich bei christ­lich den­ken­den Men­schen selbst zu ent­wur­zeln. So habe sich die CDU zum Bei­spiel für die „Auf­wei­chung des Stamm­zell­ge­set­zes“ aus­ge­spro­chen. Selbst in Bay­ern täu­sche die barocke Fas­sa­de über die inne­re Hohl­heit hin­weg, kri­ti­sier­te Meis­ner.

(ots)