Ökumenische Allianz für das Leben notwendig

(Eich­stätt) Als „ver­hee­rend für den Lebens­schutz“ hat Bischof Gre­gor Maria Hanke die Ent­schei­dung des Bun­des­ta­ges bezeich­net, die embryo­na­le Stamm­zel­len­for­schung durch die Ver­le­gung des Stich­tags auf den 1. Mai 2007 zu för­dern.

Die Poli­tik habe sich durch die­se Ent­schei­dung von der Sei­te des Lebens­schut­zes auf die Sei­te der För­de­rung der soge­nann­ten ver­brau­chen­den Embryo­nen­for­schung gestellt, so der Bischof von Eich­stätt in einer Stel­lung­nah­me. Das hei­ße: „For­schungs­schutz statt Lebens­schutz“. Die Ver­wer­tung von mensch­li­chen Embryo­nen, also von mensch­li­chem Leben als „Roh­ma­te­ri­al“ zu For­schungs­zwecken bedeu­te aus christ­li­cher Sicht eine Beja­hung der Tötung mensch­li­chen Lebens.

Stell­te das gegen­wär­tig gel­ten­de Gesetz bereits einen Damm­bruch beim Lebens­schutz dar, so sei nun durch die erneu­te Ver­schie­bung des Stich­ta­ges der for­schen­den Tötung die Tür noch wei­ter geöff­net. „Ein bereits gebro­che­ner Damm bricht wei­ter“, so Hanke über die Ent­schei­dung des Bun­des­ta­ges vom 11. April: „Als Chri­sten wis­sen wir jedoch, daß unschul­di­ges Leben zu schüt­zen ist. Du sollst nicht töten, sagt uns das fünf­te Gebot“.

Das gel­te eben­so für Embryo­nen. „Das Recht auf Leben und die Wür­de der Per­son sind für uns Chri­sten nicht ver­han­del­bar. Weil es sich hier­bei um Grund­ko­or­di­na­ten mensch­li­chen und gesell­schaft­li­chen Zusam­men­le­bens han­delt, soll­ten die Chri­sten in Deutsch­land noch viel stär­ker kon­fes­si­ons­über­grei­fend in der Öffent­lich­keit für den Lebens­schutz ein­tre­ten. Wir brau­chen eine öku­me­ni­sche Alli­anz für das Leben, die Zeug­nis gibt vom Gott des Lebens.“

(PM/JF)