Internationaler Kongreß über ethische Pflichten beim Schutz des Lebens — Zwischen überzogener Therapie und im Stich lassen von unheilbar Kranken und Sterbenden

(Vati­kan) Ärz­te, die unheil­bar Kran­ke behan­deln, ste­hen häu­fig vor der Ent­schei­dung zwi­schen einer über­zo­ge­nen the­ra­peu­ti­schen Behand­lung und dem Auf­ge­ben eines Pati­en­ten. „Was ist in sol­chen Fäl­len zu tun? Gibt es beim Schutz des Lebens Gren­zen für die mora­li­sche Pflicht?“ Zu die­sen Fra­gen ver­an­stal­tet die Päpst­li­che Aka­de­mie für das Leben vom 25.–26. Febru­ar einen inter­na­tio­na­len Kon­greß im Vati­kan. Das The­ma lau­tet: „Dem unheil­ba­ren und ster­ben­den Kran­ken bei­ste­hen: ethi­sche und prak­ti­sche Ori­en­tie­run­gen“.

Bischof Elio Sgreccia, der Vor­sit­zen­de der Päpst­li­chen Aka­de­mie für das Leben, erklär­te bei der Bekannt­ga­be: „Die Chro­ni­ken unse­rer Tage berich­ten lau­fend über teil­wei­se dra­ma­ti­sche Fäl­le von ther­peu­ti­schen Ein­grif­fen zugun­sten des Lebens, die die Auf­merk­sam­keit einer brei­ten Öffent­lich­keit fin­den.“ „Neue medi­zi­nisch-tech­ni­sche Mög­lich­kei­ten sichern grö­ße­re Über­le­bens­chan­cen und eine Ver­bes­se­rung der Gesund­heit für vie­le. Sie kön­nen aber manch­mal für den Pati­en­ten auch eine Ver­schlech­te­rung sei­ner Situa­ti­on und zusätz­li­ches Lei­den bedeu­ten“ , so Msgr. Sgreccia. Fach­leu­te aus aller Welt war­den sich auf dem Kon­greß mit die­sen The­men aus medi­zi­nich-wis­sen­schaft­li­cher, anthro­po­lo­gi­scher, ethi­scher und deon­to­lo­gi­scher Sicht aus­ein­an­der­set­zen. Aus­kunft über die Tagung erhält man bei der Päpst­li­chen Aka­de­mie für das Leben unter der Tele­fon­num­mer 0039–06-69882423.

(SIR/RP)