Benedikt lobt Paul

(Vati­kan) Papst Bene­dikt hat sei­nen Vor­gän­ger, Papst Paul VI., gewür­digt. In Castel Gan­dol­fo nahm Bene­dikt gestern Abend an einem Kon­zert zum 110. Geburts­tag von Gio­van­ni Bat­ti­sta Mon­ti­ni teil, der von 1963 bis 1978 Papst war. Dabei sprach er von einem „gro­ßen Pon­ti­fex, der die Geschich­te des 20. Jahr­hun­derts geprägt hat“.

„Mein lie­ber Vor­gän­ger hat es ver­stan­den, die Kir­che wäh­rend und nach dem Kon­zil zu lei­ten. Mit pro­phe­ti­scher Intui­ti­on hat er die Hoff­nun­gen und Sor­gen der Men­schen sei­ner Zeit auf­ge­nom­men…
Sein Inter­es­se am Fort­schritt, an Ent­deckun­gen, an Wis­sen­schaft und Tech­nik hat ihm nicht den Blick getrübt für die Wider­sprü­che, Irr­tü­mer und Risi­ken eines Fort­schritts, der sich von einer Basis ethi­scher und spi­ri­tu­el­ler Wer­te los­löst. Sei­ne Leh­re bleibt des­we­gen noch heu­te aktu­ell.“

Papst Paul VI. führ­te 1965 das Zwei­te Vati­ka­num zu Ende; wegen sei­ner Enzy­kli­ka Huma­nae Vitae gegen künst­li­che Ver­hü­tung wur­de er von vie­len ange­grif­fen. 1977 berief Paul den jet­zi­gen Papst, damals Pro­fes­sor Joseph Ratz­in­ger, zum Erz­bi­schof in Mün­chen; wenig spä­ter mach­te er ihn zum Kar­di­nal.

(RV/JF)