Israel erschwert Seelsorge in Palästina

(Jeru­sa­lem) Die Israe­li­sche Regie­rung gewährt Prie­stern mit ara­bi­schem Hin­ter­grund, die in die besetz­ten Palä­sti­nen­ser­ge­bie­te gelan­gen oder die­se ver­las­sen wol­len, kei­ne form­lo­sen Ein- oder Aus­rei­se­vi­sa mehr.

Nach Infor­ma­tio­nen, die der Holy Land Chri­sti­an Ecu­me­ni­cal Foun­da­ti­on sei­tens christ­li­cher Pastor­al­mit­ar­bei­ter und Prie­ster zuge­gan­gen ist, wird die Ein­rei­se und die Aus­rei­se momen­tan allen Per­so­nen ver­wei­gert, die nicht im Besitz der neu­en erfor­der­li­chen Rück­rei­se- bezie­hungs­wei­se Wei­ter­rei­se­vi­sa sind, die im israe­li­schen Kon­su­lat eigens für jede Rei­se bean­tragt wer­den müs­sen.

Die neue Rege­lung erschwert es den Seel­sor­gern erheb­lich, ihre Gemein­den zu besu­chen und zu betreu­en. Bis­her war der Nach­weis über eine geneh­mig­te Ein- oder Aus­rei­se für christ­li­che Geist­li­che rela­tiv leicht zu bean­tra­gen. Die­ser Vor­gang kann nun Mona­te in Anspruch neh­men.

Die Holy Land Chri­sti­an Ecu­me­ni­cal Foun­da­ti­on berich­te­te etwa über das Schick­sal von P. Fares Khlei­fat, dem ein­zi­gen grie­chisch-mel­ki­ti­schen Prie­ster in Ramal­lah, der jüngst für eini­ge Tage ins Jor­dan­land gereist ist. Auf dem Weg zurück zu sei­ner Pfar­rei wur­de er am 14. Sep­tem­ber an der israe­li­schen Gren­ze ange­hal­ten. Das „Mul­ti­ple-ent­ry Visum“, das er bei sich hat­te, wur­de ihm auf der Stel­le ein­ge­zo­gen. Nun muß sich der Prie­ster wei­ter­hin im Jor­dan­land auf­hal­ten. Sei­ne Pfar­re ist seit­dem ver­waist.

(Zenit)