Kommentar: Entartet ist ein viel zu milder Ausdruck

von Clau­dia Fischer

Um Joa­chim Kar­di­nal Meis­ner zuzu­stim­men muß man weder Christ noch kon­ser­va­tiv sein. Der Got­tes­be­zug in unse­rer Gesell­schaft fehlt nicht nur im kul­tu­rel­len Bereich, son­dern in der gesam­ten Gesell­schaft. Ein Stre­ben nach höhe­rer Wahr­heit, Ehr­furcht vor den Wun­dern des Lebens, Ach­tung vor Lebens­lei­stun­gen, Gei­stes- und Her­zens­bil­dung fin­det nicht mehr statt.

Die Wahr­heit ist eine Ande­re: Die destruk­ti­ve Ver­nei­nung des Guten und Schö­nen, die Ori­en­tie­rung am unter­sten Niveau. Bei­spie­le?

Da wird ein „Maler“ umschleimt, geehrt, mit Gel­dern zuge­schüt­tet und eine Pro­fes­sur ange­tra­gen, der Fäka­li­en und Schlacht­blut an Lein­wän­de schmiert. (Hel­mut Nitsch)

Hoch­be­zahl­te „Sport­ler“ dopen und trick­sen, weil das bar­ba­ri­sche Geschäft neue Rekor­de ver­langt.

Jahr für Jahr bezah­len die Bun­des­län­der und die Kran­ken­kas­sen Mil­lio­nen für die vor­ge­burt­li­che Tötung von Kin­dern. Aber für eine ange­mes­se­ne Fami­li­en­för­de­rung wird kein Geld aus­ge­ge­ben.

Zu kei­ner Zeit wur­de der Medi­en- und Spie­le­markt mit Gewalt und Sex über­flu­tet wie heu­te. Wohl noch nie zuvor wur­de so viel Per­ver­si­on und Bru­ta­les rund um die Uhr ser­viert.

Sicher muß man heu­te nicht unse­re „Gegen­warts­kul­tur“ als ent­ar­tet kenn­zeich­nen, zumal die Natio­nal­so­zia­li­sten vie­le Wer­ke zu Unrecht so benannt haben. Doch der Wider­wil­le gegen­über den gewähl­ten Begriff von Joa­chim Kar­di­nal Meiss­ner ändert nichts dar­an, daß er in der Sache recht hat.