Terrorschutz muß Grundrechte wahren

(Vati­kan) Der Kampf gegen den Ter­ro­ris­mus darf nie­mals die Grund­la­gen des Rechts­staa­tes ver­let­zen. Das sag­te Bene­dikt XVI. vor Ver­tre­tern der „Christ­de­mo­kra­ti­schen Inter­na­tio­na­len“, christ­li­chen Poli­ti­kern aus aller Welt.

„Der Ter­ro­ris­mus stellt ein schwer­wie­gen­des Phä­no­men dar, das oft Gott instru­men­ta­li­siert und das mensch­li­che Leben auf unrecht­fer­tig­ba­re Wei­se miß­ach­tet. Sicher hat die Gesell­schaft das Recht, sich zu ver­tei­di­gen, aber die­ses Recht muß, was die Wahl der Zie­le und Mit­tel angeht, wie alle ande­ren Rech­te immer in vol­lem Respekt der Regeln von Gesetz und Moral aus­ge­übt wer­den. In den demo­kra­ti­schen Syste­men recht­fer­tigt der Ein­satz von Gewalt nie­mals den Ver­zicht auf die Prin­zi­pi­en des Rechts­staa­tes. Kann man denn die Demo­kra­tie schüt­zen, wenn man gleich­zei­tig ihre Fun­da­men­te bedroht?“

Der Papst ermahn­te die Poli­ti­ker, sich für den Schutz der Men­schen­rech­te und ins­be­son­de­re die Reli­gi­ons­frei­heit ein­zu­set­zen. Dabei ging Bene­dikt beson­ders auf den Schutz von Kon­ver­ti­ten ein, ohne eine Reli­gi­on nament­lich zu benen­nen: „Die­se Frei­heit beinhal­tet auch das Recht auf Reli­gi­ons­wech­sel, das nicht nur recht­lich, son­dern auch in der all­täg­li­chen Pra­xis garan­tiert wer­den muß.“

(RV)