Frankreich erkennt Zusammenhang von „Verhütung“ und Abtreibung

(Paris) 1967 lega­li­sier­te das Neu­wirth-Gesetz die Ver­hin­de­rung von Schwan­ger­schaf­ten, bzw. den frü­hen Abbruch durch Medi­ka­men­te (Abtrei­ben­de Wir­kung der Pil­le) . Vier­zig Jah­re spä­ter fragt sich Frank­reich, war­um trotz „Ver­hü­tung“ die Zahl der Abtrei­bun­gen sehr hoch ist.

Frank­reich ist eines der Län­der, wo der „Ver­hü­tungs­an­teil“ der höch­ste der Welt ist — nur 5% der Fran­zö­sin­nen von 18 bis 45 Jah­re benut­zen kei­ne Ver­hü­tungs­me­tho­de — aber die Anzahl der Tötun­gen im Mut­ter­leib, bleibt mit etwa 200.000 Abtrei­bun­gen sta­bil und hoch pro Jahr.

Nun hat das Gesund­heits­mi­ni­ste­ri­um eine neue natio­na­le Kam­pa­gne zum The­ma ein­ge­lei­tet: Die beste Ver­hü­tung, ist jene, die man wählt. Unter­stützt durch Tele- oder Radio­spots, Bro­schü­ren und im Inter­net, zielt sie dar­auf ab, die Viel­falt der „ver­hü­ten­den“ Ange­bo­te bes­ser zu pro­pa­gie­ren, damit die Frau­en die „Ver­hü­tung“ ihrem per­sön­li­chen und gefühls­be­ton­ten Leben anpas­sen.

Obwohl das durch­schnitt­li­che Alter des ersten Geschlechts­ver­kehrs sta­bil bleibt (17,5 Jah­re), das Alter der Müt­ter bei der Geburt ihres ersten Kin­des von 26,5 Jah­ren im Jah­re 1977 auf fast 30 Jah­re im Jah­re 2004 gestie­gen ist. „Daher besteht die Not­wen­dig­keit, eine län­ge­re wirk­sa­me Ver­hü­tung auf­recht­zu­er­hal­ten als zuvor“ unter­streicht das Mini­ste­ri­um.

Die Jugend­li­chen sind eines der Zie­le der neu­en Kam­pa­gne.

(Johan­nes Buch­mann)