„Bio-Treibstoff“ fördert Hunger

(Brasà­lia) Die Pro­duk­ti­on von soge­nann­ten Agro-Treib­stof­fen sei ange­sichts des Hun­gers in der Welt unver­ant­wort­lich und unmensch­lich, das sag­te der Domi­ni­ka­ner­bru­der Frei Bet­to gegen­über der Nach­rich­ten­agen­tur ADITAL. Der Boom bei die­sen – fälsch­li­cher­wei­se als Bio­sprit bezeich­ne­ten – Pro­duk­ten pro­vo­zie­re welt­weit einen Preis­an­stieg bei Lebens­mit­teln. In Bra­si­li­en selbst, das die Her­stel­lung von Etha­nol aus Zucker­rohr nach Kräf­ten för­de­re, habe die Bevöl­ke­rung im ersten Halb­jahr die­ses Jah­res für Nah­rungs­mit­tel drei­mal soviel aus­ge­ben müs­sen wie im glei­chen Vor­jah­res­zeit­raum. Der Stei­ge­rung des Zucker­rohr­an­bau bewir­ke laut Frei Bet­to zudem eine gewal­ti­ge Bin­nen­mi­gra­ti­on, Slum­wachs­tum, die Zunah­me von Mor­den und Rausch­gift­han­del sowie Kin­der­pro­sti­tu­ti­on. Der Domi­ni­ka­ner for­der­te die Regie­rung des Lan­des auf, sich um die Hun­gern­den des Tro­pen­lan­des zu küm­mern, statt die Zucker­rohr­un­ter­neh­mer rei­cher zu machen.
(adital/rv)