Nächsten Montag startet in Graz eine groß angelegte Aufklärungsinitiative — Aktion Gute Hoffnung. Österreich in anderen Umständen

(Graz) Vom 23. bis 28. Juli 2007 fin­det in Graz die dies­jäh­ri­ge Som­mer­ak­ti­on der Lebens­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on „Jugend für das Leben“ statt. Unter dem Mot­to „Akti­on Gute Hoff­nung. Öster­reich in ande­ren Umstän­den“ star­tet in der stei­ri­schen Lan­des­haupt­stadt eine mehr­jäh­ri­ge, öster­reich­wei­te Aufklärungsinitiative.

Mit meh­re­ren tau­send Info­pa­ke­ten, die von frei­wil­li­gen Hel­fern an Gra­zer Haus­hal­te ver­teilt wer­den, will die Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on für die Schön­heit und Wür­de des unge­bo­re­nen Lebens sen­si­bi­li­sie­ren und Frau­en „Gute Hoff­nung“ ver­mit­teln. Im Inne­ren der klei­nen Pake­te fin­den die Emp­fän­ger das ori­gi­nal­ge­treue Modell eines unge­bo­re­nen Kin­des im Alter von 10 Wochen, einen Inf­o­fol­der sowie einen per­sön­li­chen Brief, der das Anlie­gen ein­fühl­sam erklärt.

Pres­se­spre­che­rin Mar­gret Par­zmair erläu­tert den Sinn der Info­pa­ke­te: „Jede Per­son wird durch unse­ren Brief ein­ge­la­den, sich vor­zu­stel­len, daß sie selbst, die Part­ne­rin oder eine Bekann­te über­ra­schend schwan­ger wird. Die mei­sten Men­schen wis­sen nicht, wie ein Kind im frü­he­sten Lebens­sta­di­um aus­sieht. Der Inf­o­fol­der the­ma­ti­siert vor allem die fas­zi­nie­ren­de Ent­wick­lung des unge­bo­re­nen Kin­des und soll zum Nach­den­ken über das Lebens­recht jedes Men­schen anre­gen.“ Denn zum The­ma Abtrei­bung wür­den gro­ße Wis­sens­lücken vor­herr­schen. „Bei einer Abtrei­bung stirbt ein Mensch vol­ler Hoff­nung und Zukunft, und vie­le Müt­ter lei­den danach jah­re­lang,“ so Parzmair.

Die Info­pa­ke­te der „Akti­on Gute Hoff­nung. Öster­reich in ande­ren Umstän­den“ wer­den lang­fri­stig jeden Haus­halt Öster­reichs errei­chen. Aus­führ­li­che Infos fin­den sin auf der Home­page www.aktiongutehoffnung.at (ab Akti­ons­be­ginn, Mon­tag, 22. Juli, online) zu finden.

Hil­fe in Notsituationen

Beson­ders Frau­en und Müt­tern soll durch die Akti­on Mut und Hoff­nung gemacht wer­den. Müt­ter im Schwan­ger­schafts­kon­flikt fin­den im Info­pa­ket Hilfs­stel­len, an die sie sich wen­den kön­nen. Par­zmair: „Schwan­ge­re Frau­en in Not wer­den oft von Part­ner, Fami­lie und Freun­den ganz allei­ne gelas­sen oder gar zur Abtrei­bung gedrängt. Wir möch­ten ihnen sagen, daß sie ‚Guter Hoff­nung‘ sein sol­len und Hil­fe erfah­ren kön­nen.“ Des­halb appel­liert Jugend für das Leben auch an alle Men­schen, eine schwan­ge­re Frau nicht im Stich zu las­sen, son­dern eine gute Freun­din, ein guter Freund zu sein und Mut zum Kind zu machen: „Abtrei­bung geht uns alle an!“

„Trä­nen nach der Abtrei­bung?“ Frau­en berichten

Vie­le Frau­en, die eine Abtrei­bung hin­ter sich haben, berich­ten von schwer­wie­gen­den psy­chi­schen Fol­gen. Unter ande­rem kön­nen lang­jäh­ri­ge Depres­sio­nen bis hin zu Selbst­mord­ver­su­chen vor­kom­men. Par­zmair betont: „Der Schmerz jener Frau­en darf nicht über­hört wer­den. Das soge­nann­te „Post Abor­ti­on Syn­drom“ [PAS] wird oft tot­ge­schwie­gen, ver­leug­net oder ver­harm­lost. Wie die unge­bo­re­nen Kin­der vor ihrem Tod durch Abtrei­bung bewahrt wer­den müs­sen, so müs­sen auch die Müt­ter vor die­sem Lei­den gewarnt wer­den.“ „Jugend für das Leben“ lädt des­halb zu einem Info­abend ein:

Info­abend „Trä­nen nach der Abtreibung?“

Zeit: Frei­tag, 27. Juli 2007, 19.45 Uhr Ort: Barock­saal des Prie­ster­se­mi­nars, Bür­ger­gas­se 2, 8010 Graz

Ingrid Fürst­ner spricht über den lang­jäh­ri­gen see­li­schen Schmerz, den sie nach ihrer Abtrei­bung durch­litt. Als wei­te­re Refe­ren­tin berich­tet Sr. Mag­da­le­na Wal­cher über ihre Erfah­run­gen in der PAS-The­ra­pie. Hier kön­nen betrof­fe­ne Frau­en auch Hil­fe und Ansprech­part­ner finden.

(ots)