Mensch ist A und O der Wirtschaft

(Vati­kan) Die Wirt­schaft hat Ver­ant­wor­tung für den Men­schen. Dar­an hat Papst Bene­dikt XVI. jun­ge Unter­neh­mer der ita­lie­ni­schen Indu­strie- und Han­dels­kam­mer erin­nert, die er am heu­ti­gen Mit­tag in Audi­enz emp­fing. Die Ach­tung der Men­schen­wür­de sei ihre ober­ste Pflicht:

„Es ist unver­zicht­bar, daß der letz­te Bezugs­punkt wirt­schaft­li­chen Han­delns das Gemein­wohl ist, sowie die Erfül­lung der legi­ti­men Erwar­tun­gen des Men­schen. In ande­ren Wor­ten: Das mensch­li­che Leben und sei­ne Wer­te müs­sen immer das A und O der Wirt­schaft sein.“ Unter­neh­mer und Betriebs­chefs hät­ten aus sozia­ler Sicht eine zen­tra­le Rol­le; bei ihnen lie­fen tech­ni­sche, kauf­män­ni­sche und kul­tu­rel­le Auf­ga­ben zusam­men, so der Papst.

„Bei den gro­ßen stra­te­gi­schen Finanz­ent­schei­dun­gen, bei Ein- und Ver­kauf, bei der Ver­klei­ne­rung oder des Schlie­ßens von Betrie­ben, in der Fusi­ons­po­li­tik kann man sich nicht nur auf finan­zi­el­le oder kauf­män­ni­sche Argu­men­te beschrän­ken. Die Pro­duk­ti­on muß wie­der zu einem Bereich wer­den, in dem der Mensch sein eige­nes Poten­ti­al ent­wickeln kann, in der sei­ne per­sön­li­chen Fähig­kei­ten Frucht brin­gen kön­nen. Es hängt im gro­ßen Maß von Euch Unter­neh­mern ab, gün­sti­ge­re Bedin­gun­gen dafür zu schaf­fen.“ Ein­mal mehr beton­te der Papst auch den Schutz der Fami­li­en. Das bedeu­te auch die Sicher­stel­lung einer ange­mes­se­nen wirt­schaft­li­chen Grund­la­ge.

(Radio Vati­kan)