Kardinal Kasper warnt vor naiven Harmoniestreben

(Stutt­gart) Am letz­ten Frei­tag hielt Wal­ter Kar­di­nal Kas­per, der frü­he­re Bischof der Diö­ze­se Rot­ten­burg-Stutt­gart und jet­zi­ge Prä­si­dent des Päpst­li­chen Rates zur För­de­rung der Ein­heit der Chri­sten, auf Ein­la­dung von Mini­ster­prä­si­dent Gün­ther H. Oettin­ger im Rah­men der Euro­pa­wo­che 2007 im Wei­ßen Saal des Neu­en Schlos­ses in Stutt­gart die dies­jäh­ri­ge „Stutt­gar­ter Rede zu Euro­pa“. In die­ser warnt Kas­per vor dem „Kon­fikt­po­ten­zi­al“ des Islam.

„Auch wenn man den Islam vom fana­ti­schen Isla­mis­mus unter­schei­det, darf man also nicht blau­äu­gig sein und aus einem nai­ven Har­mo­nie­stre­ben das Kon­flikt­po­ten­zi­al unter­schät­zen. Weg­schau­en hilft nicht; wir müs­sen die Her­aus­for­de­rung anneh­men. Wir müs­sen frei­lich alles uns Mög­lich tun, damit wir die Her­aus­for­de­rung mit fried­li­chen Mit­teln aus­tra­gen und die bei uns leben­den Mus­li­me inte­grie­ren“, so Kar­di­nal Kasper.

(JF)