Shalompreisträger P. Nguyen Van Ly erneut in Haft

In Viet­nam soll erneut der katho­li­sche Prie­ster Nguy­en Van Ly ver­haf­tet wor­den sein, das berich­ten meh­re­re Agen­tu­ren. Bereits 2001 wur­de er zu 15 Jah­ren Haft wegen „akti­ver Sabo­ta­ge der Regie­rung“ ver­ur­teilt. Auf enor­men Druck der Welt­öf­fent­lich­keit wur­de er 2005, nach lan­ger Iso­la­ti­ons­haft, aus dem nord­viet­na­me­si­schen Gefäng­nis­la­ger Ba Sao frei­ge­las­sen.

Der Arbeits­kreis Shalom, die Katho­li­sche Erwach­se­nen­bil­dung (KEB) im Bis­tum Regens­burg und die Inter­na­tio­na­le Gesell­schaft für Men­schen­rech­te (IGFM) haben im Rha­men der Shalom-Woche Nguy­en Van Ly am 26. Juni 2004 in der Katho­li­schen Uni­ver­si­tät Eich­stätt den Men­schen­rechts­prei­ses Shalom ver­lie­hen.

Ein Arti­kel, der die Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen in Viet­nam kri­ti­siert, soll der erneu­te Ver­haf­tungs­grund sein.

Als Papst Bene­dikt XVI. kürz­lich dem viet­na­me­si­schen Pre­mier­mi­ni­ster eine Audi­enz gab, war damit die Hoff­nung ver­bun­den, daß sich das Kli­ma zwi­schen Kir­che und Staat ent­schei­dend ver­bes­sern wür­de.

Text: Jens Falk