Vatikan: Sgreccia fordert Recht auf Gewissensverweigerung bei Adoptionen

Von April an wer­den homo­se­xu­el­le Paa­re in Groß­bri­tan­ni­en das Recht auf Adop­ti­on von Kin­dern haben. In vie­len Fäl­len ver­mit­teln kirch­li­che Orga­ni­sa­tio­nen Kin­der an Paa­re. Der Prä­si­dent der Päpst­li­chen Aka­de­mie für das Leben, Erz­bi­schof Elio Sgreccia, hat bei der Vor­stel­lung eines Kon­gres­ses im Vati­kan über ethi­sche Fra­gen die Erwar­tung geäu­ßert, daß katho­li­sche Orga­ni­sa­tio­nen nicht gezwun­gen wer­den, homo­se­xu­el­len Paa­ren bei der Adop­ti­on zu hel­fen: „Die Ver­wei­ge­rung aus Gewis­sens­grün­den ist in die­sem Fall gerecht­fer­tigt. Ich wür­de mich wun­dern, wenn man sich aus­ge­rech­net in Groß­bri­tan­ni­en, das als Hei­mat der Grund­rech­te gilt, wei­gern soll­te, das Recht der Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen auf Gewis­sens­ver­wei­ge­rung anzu­er­ken­nen, oder wenn man sie vor die Alter­na­ti­ve stel­len soll­te, sol­che Adop­tio­nen zu ver­mit­teln oder andern­falls die eige­nen Tore zu schlie­ßen. Das wäre das Gegen­teil der Frei­heit. Ich hof­fe, daß das nicht pas­siert, und wenn ja, daß es Kla­gen vor dem Men­schen­rechts­ge­richts­hof nach sich zieht. Aller­dings gibt es in Euro­pa die Ten­denz, die­ses Recht zu ignorieren.“

Text: Radio Vatikan