Polen: Es geht weiter — „Dziennik“ berichtet von zwölf Bischöfen, die offenbar mit dem Geheimdienst zusammengearbeitet haben

Die pol­ni­sche Zei­tung „Dzi­en­nik“ berich­tet, sie ver­fü­ge über Unter­la­gen die bewei­sen, daß wei­te­re höhe­re Kir­chen­män­ner offen­bar mit dem Staats­si­cher­heits­dienst zusam­man­ge­ar­bei­tet haben. Es wür­den Pseud­ony­me von zwölf Bischö­fen in den Listen stehen.

In den Unter­la­gen steht, der kom­mu­ni­sti­sche Staat möch­te nach dem Tod von Ste­fan Wyszyn­ski einen „beque­me­ren“ Pri­mas der katho­li­schen Kir­che in Polen haben. Als mög­li­cher Wyszyn­ski-Nach­fol­ger, der unbe­dingt ver­hin­dert wer­den soll­te, wur­de in die­sen Unter­la­gen der Kra­kau­er Kar­di­nal Karol Woj­ty­la und spä­te­re Papst Johan­nes Paul II. genannt.

Im Zusam­men­hang mit der Spit­zel­af­fä­re Wie­lgus, wird über eine Ablö­sung des päpst­li­chen Nun­ti­us Jozef Kow­al­c­zyk spe­ku­liert. Er habe den Vati­kan zu spät über die Vor­wür­fe gegen Wie­lgus infor­miert und das Aus­maß des Beweis­ma­te­ri­als ver­schwie­gen, hieß es in meh­re­ren Medi­en. Jaroslaw Gowin, ehe­ma­li­ger Chef­re­dak­teur des katho­li­schen Maga­zins „Znak“, erin­ner­te dar­an, daß der Nun­ti­us bereits in der Ver­gan­gen­heit mit der Wei­ter­ga­be von für die Kir­che pein­li­chen Infor­ma­tio­nen gezö­gert habe.