Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem und die Franziskanerkustodie des Heiligen Landes veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, mit der sie den gestrigen Konflikt mit der israelischen Polizei für beendet erklären. Den beiden Kirchenvertretern wird für die Karwochen- und Osterliturgie der Zugang zur Grabeskirche gewährt. Die Gläubigen bleiben weiterhin ausgesperrt.
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Kardinal Pizzaballa: Gebet an den heiligen Stätten gewährleistet

Das Latei­ni­sche Patri­ar­chat von Jeru­sa­lem und die Kusto­die des Hei­li­gen Lan­des ver­öf­fent­lich­ten heu­te eine gemein­sa­me Erklä­rung, in der sie den Vor­fall vom Palm­sonn­tag als bei­gelegt betrach­ten. Gestern hat­te die israe­li­sche Poli­zei dem Latei­ni­schen Patri­ar­chen Kar­di­nal Piz­za­bal­la und dem Kustos des Hei­li­gen Lan­des den Zugang zur Gra­bes­kir­che ver­wehrt, wo sie eine pri­va­te Palm­sonn­tags­mes­se fei­ern woll­ten. Hier
Pilatus läßt die jüdische Volksmenge entscheiden, ob Jesus oder Barabbas freigelassen werden soll. Die jüdischen Führer forderten die Hinrichtung des Messias von Pilatus allein deshalb, weil die Römer ihnen Hinrichtungen verboten hatten. Andernfalls wäre Jesus zu diesem Zeitpunkt wohl schon tot gewesen
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Der Prozeß Jesu und die römischen Spione – eine historische Überlegung

Von Wolf­ram Schrems* Seit Jah­ren wird sei­tens kirch­li­cher Amts­trä­ger und aka­de­mi­scher Theo­lo­gen die histo­ri­sche Glaub­wür­dig­keit der Evan­ge­li­en in Fra­ge gestellt. Häu­fig geht es dabei um die Mini­mie­rung der Rol­le der jüdi­schen Auto­ri­tä­ten und des Vol­kes bei der Pas­si­on Jesu Chri­sti. Man hat den Ein­druck, daß die­se Ten­denz in den letz­ten Jah­ren, beson­ders im deut­schen Sprach­raum,
Von der Kirche Dominus flevit aus segnete Kardinal Pizzaballa, Lateinischer Patriarch von Jerusalem, am gestrigen Palmsonntag, die Stadt Jerusalem.
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Palmsonntag: Israel verweigert Kirchenführern Zugang zur Grabeskirche

Die Ereig­nis­se des gest­ri­gen Palm­sonn­tags in Jeru­sa­lem fügen sich zu einem Bild zusam­men, das eben­so irri­tie­rend wie bezeich­nend ist: Sicher­heits­ar­gu­men­te, die in letz­ter Kon­se­quenz dazu füh­ren, daß selbst höch­ste kirch­li­che Wür­den­trä­ger am Zugang zu ihrer hei­lig­sten Stät­te gehin­dert wer­den – und ein poli­ti­sches Kri­sen­ma­nage­ment, das erst im nach­hin­ein und nur nach welt­wei­ter Empö­rung reagiert.
Die Palmsonntagsprozession in Jerusalem 2025. Die Erklärung des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem zur prekären Situation, in der Zelebrationen der Karwoche und von Ostern abgesagt oder verschoben werden müssen
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Palmsonntagsprozession in Jerusalem abgesagt

Das Latei­ni­sche Patri­ar­chat von Jeru­sa­lem kün­dig­te ange­sichts der anhal­ten­den Kriegs­la­ge tief­grei­fen­de Ein­schrän­kun­gen für die dies­jäh­ri­gen Fei­ern der Kar­wo­che an. In einer Mit­tei­lung wird deut­lich, daß zen­tra­le lit­ur­gi­sche Zele­bra­tio­nen auf­grund der staat­li­chen Ein­schrän­kun­gen durch die israe­li­schen Behör­den ent­we­der abge­sagt oder ver­scho­ben wer­den müs­sen – ein Schritt, der die außer­ge­wöhn­li­che Bela­stung der christ­li­chen Gemein­schaft im Hei­li­gen Land
Die Grabeskirche in Jerusalem ist seit dem 28. Februar behördlich geschlossen.
Christenverfolgung

Leo XIV.: „Kampfhandlungen beenden, Wege zum Frieden öffnen“

Nach dem tra­di­tio­nel­len Mit­tags­ge­bet des Ange­lus ver­ur­teil­te Papst Leo XIV. am gest­ri­gen Sonn­tag mit unge­wöhn­li­cher Deut­lich­keit die anhal­ten­den Krie­ge der Gegen­wart. In sei­nen abschlie­ßen­den Wor­ten rich­te­te er den Blick ins­be­son­de­re auf den Nahen Osten, bezog aber auch ande­re Kon­flikt­re­gio­nen aus­drück­lich mit ein. Mit sicht­ba­rer Betrof­fen­heit sprach er von der Unmög­lich­keit, ange­sichts des Leids unzäh­li­ger unschul­di­ger
Das Tor zur Grabeskirche in Jerusalem wurde von Israels Behörden geschlossen. Seit dem 28. Februar ist keine Liturgie mehr möglich.
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Die verschlossene Grabeskirche

Isra­els Behör­den haben am 28. Febru­ar die Schlie­ßung der Gra­bes­kir­che in Jeru­sa­lem ver­ord­net. Seit­her ist das Hei­lig­tum von Gol­go­tha und das Hei­li­ge Grab nicht ein­mal für die Lit­ur­gie zugäng­lich. Mit vor­sich­ti­gen Wor­ten ver­sucht Pater Ibra­him Fal­tas vom Fran­zis­ka­ner­or­den, ein palä­­sti­­nen­­sisch-ara­­bi­­scher Christ, in Jeru­sa­lem gebo­ren, das Leid über die staat­li­che Will­kür zu kla­gen. Von P. Ibra­him
Der Passionsweg und das Lauretanische Haus von Řimau laden zu einem Besuch ein.
Liturgie & Tradition

Řimau – ein lebendiges geistliches Juwel in Südböhmen

Im histo­ri­schen Böh­men, dem ein­sti­gen König­reich im Her­zen Mit­tel­eu­ro­pas, befin­det sich im Süden ein beson­de­rer Ort: Řimov, auf deutsch Řimau (aus­ge­spro­chen Rschi­mau, im Deut­schen auch als Rim­au bekannt). Für vie­le klingt das, was sich hier ereig­net hat und noch ereig­net, ganz im posi­ti­ven Sinn wie ein moder­nes Mär­chen. Doch das Schö­ne ist: Es ist wahr.
Auf der großen Menora der Knesset (rechts) ist auf einem Arm auch der "Messias" Bar Kochba dargestellt (links)
Forum

Der christliche Messias (und andere Messiasse)

Von Fran­ces­co Agno­li* Vie­le sind erstaunt über den tief ver­wur­zel­ten Haß der Mini­ster Gvir und Smo­t­rich gegen­über den Chri­sten in Isra­el (ande­re erah­nen einen sol­chen nicht ein­mal). Doch die Geschich­te kann uns weiterhelfen.
Patriarch Kardinal Pizzaballa am 15. August 2025 in Abu Gosch
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Kardinal Pizzaballa: „Wo Satan wütet“

„Es scheint wirk­lich, daß gera­de die­ses unser Hei­li­ges Land, das die höch­ste Offen­ba­rung und Mani­fe­sta­ti­on Got­tes bewahrt, zugleich auch der Ort der stärk­sten Mani­fe­sta­ti­on der Macht Satans ist.“