Vatikan: Papst Benedikt XVI. trifft geistliches Haupt der Anglikaner am 21. November

(Vati­kan) Papst Bene­dikt XVI. wird am 21. Novem­ber im Vati­kan das geist­li­che Ober­haupt der Angli­ka­ner, den Erz­bi­schof von Can­ter­bu­ry, Rowan Wil­liams, emp­fan­gen. Dabei han­delt es sich um die erste Begeg­nung zwi­schen dem Papst und Wil­liams seit der Öff­nung der Katho­li­schen Kir­che gegen­über den tra­di­ti­ons­treu­en Angli­ka­nern.

Nach jah­re­lan­gem Unmut und zuneh­men­dem Aus­ein­an­der­drif­ten ver­schie­de­ner Rich­tun­gen inner­halb der angli­ka­ni­schen Welt­ge­mein­schaft, vor allem im Streit um die Ordi­na­ti­on von Frau­en und die Zulas­sung Homo­se­xu­el­ler zum Prie­ster- und Bischofs­amt, errich­te­te Papst Bene­dikt XVI. vor weni­gen Tagen eine eige­ne Per­so­nal­prä­la­tur für alle Angli­ka­ner, die in den Schoß der Katho­li­schen Kir­che zurück­keh­ren wol­len.

Damit kam der Papst einer sich abzeich­nen­den Spal­tung der angli­ka­ni­schen Gemein­schaft zuvor. Für einen Teil der Angli­ka­ner endet damit das vor bald 500 Jah­ren unter König Hein­rich VIII. auf­ge­schla­ge­ne Kapi­tel der Kir­chen­ge­schich­te. Damals sag­te sich der eng­li­sche König von Rom los, rief die Kir­che von Eng­land aus und ernann­te sich selbst zu deren Ober­haupt.

Geist­li­ches Ober­haupt der angli­ka­ni­schen Welt­ge­mein­schaft ist der Erz­bi­schof von Can­ter­bu­ry, doch eigent­li­ches Ober­haupt der Angli­ka­ner ist nach wie vor der König von Eng­land, der­zeit Köni­gin Eli­sa­beth II.

(GN)