Kurz vor Beginn der Gespräche mit dem Vatikan kritisiert Fellay den Zustand der Kirche — desaströsen Folgen durch Zweites Vatikanisches Konzil

(Men­zin­gen) Der Gene­ral­obe­re der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X, Bischof Ber­nard Fel­lay, kri­ti­sier­te erneut den Zustand der katho­li­sche Kir­che. In einem Rund­brief wies er auf die „desa­strö­sen Fol­gen“ des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils hin. „Unse­re hei­li­ge Mut­ter Kir­che ist dabei, sich in einen Hau­fen von gei­sti­gen Rui­nen umzu­wan­deln, wäh­rend sich die äuße­re Fas­sa­de noch eini­ger­ma­ßen hält und die mei­sten über ihren wah­ren Zustand hin­weg­täuscht.“ Das Kon­zil mit sei­ner Aus­rich­tung auf den Men­schen hat einen erheb­li­chen Anteil am Zusam­men­bruch der Kir­che. „Durch das Kon­zil hat man sich ganz der Welt ange­paßt. ‚Auch wir, und mehr als alle ande­ren, haben den Men­schen­kult‘, sag­te Paul VI. beim Abschluß des Kon­zils. Und die anthro­po­zen­tri­sche Ziel­set­zung von Vati­kan II wur­de von Johan­nes Paul II. bis zum Über­druß unter­stri­chen“, heißt es in dem Brief.

(JF)

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